Wolfram Weimer: Kulturstaatsminister sagt Termine auf Leipziger Buchmesse ab

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Kurzer Besuch Kulturstaatsminister Weimer sagt Termine auf Leipziger Buchmesse ab

Eigentlich standen für Wolfram Weimer mehrere Termine auf der Leipziger Buchmesse an. Jetzt will er sich nur beim Festakt zeigen. Proteste gegen ihn waren schon angekündigt.

17.03.2026, 18.48 Uhr

Wolfram Weimer (CDU)
Wolfram Weimer (CDU)

Wolfram Weimer (CDU)

Foto: Clemens Bilan / EPA

Wolfram Weimer wird die Leipziger Buchmesse wohl nur kurz besuchen. Der Kulturstaatsminister hat alle seine Termine am ersten Tag der Leipziger Buchmesse abgesagt. Das teilte Messesprecher Felix Wisotzki mit. Weimer werde lediglich wie geplant am Mittwochabend beim Festakt zur Eröffnung der Buchmesse sprechen. Die Leipziger Buchmesse ist vom 19. bis 22. März für Besucher geöffnet.

Der jeweilige Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien absolviert traditionell einen Rundgang über die Leipziger Buchmesse. Das war auch für Weimer an diesem Donnerstag geplant. Zudem war er zur Eröffnung des Ukraine-Standes auf der Buchmesse eingeplant und sollte anschließend am Abend in der Deutschen Nationalbibliothek an einer Diskussionsrunde zur Meinungsfreiheit teilnehmen.

Kritik aus der Kulturbranche

Weimer war zuletzt mehrfach in die Kritik geraten. Wegen »verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse« ließ er drei linke Buchläden von der Nominierungsliste für den Deutschen Buchhandlungspreis streichen. Die Auszeichnung hätte auf der Messe vergeben werden sollen. Weimer sagte schließlich die Verleihung komplett ab. Unter anderem äußerte sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kritisch zu dem Vorgehen. Mehr zu dem Eklat um die Preisvergabe lesen Sie hier .

Vor Beginn des Festaktes am Mittwoch soll es vor dem Gewandhaus eine Protestdemonstration geben. Sie richtet sich unter dem Motto »Gegen Zensur und Autoritarismus« gegen Weimer.

Weimer hat nicht nur in der Kulturbranche Ärger: Im April bringt die Weimer Media Group wieder Politiker und Unternehmer beim Ludwig-Erhard-Gipfel zusammen. Vergangenen Herbst musste Weimer mächtig Ärger für den VIP-Gipfel am Tegernsee einstecken. Ein Dokument legt nahe, dass der Kulturstaatsminister die Mediengruppe noch immer kontrolliert. Mehr dazu lesen Sie hier .

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