Bereits Ende diese Woche soll es in den Vereinigten Arabischen Emirate Ukraine-Gespräche geben. Von Europa wünscht sich Wolodymyr Selenskyj mehr Unterstützung.
22. Januar 2026, 16:36 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, Reuters, lk
Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über Bedingungen für ein Ende des Ukrainekriegs reden. Die Gespräche auf Expertenebene sollen an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, sagte Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Gespräche wurden offenbar kurzfristig anberaumt. Es sei eine Überraschung der Amerikaner, sagte Selenskyj und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass die Emirate Bescheid wissen." Trotzdem sei es wichtig zu sehen, ob Russland zu Kompromissen bereit sei.
Selenskyj äußerte sich kurz nach einem rund einstündigen Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum. Beide Seiten bezeichneten das Gespräch als "gut". Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine müsse aufhören, sagte Trump im Anschluss an das Treffen. "Wir hoffen, dass er aufhören wird."
Kritik an Nato und Europäern
In seiner Rede vor den Teilnehmern des Forums forderte Selenskyj ein entschlosseneres Vorgehen gegen den russischen Ölhandel. Trump könne Öltanker beschlagnahmen, sagte er mit Verweis auf das Vorgehen der USA gegen Venezuela. Ähnliche Maßnahmen seien auch in Europa möglich.
Zugleich kritisierte Selenskyj europäische Staaten und die Nato: "Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln." Das transatlantische Bündnis existiere allein dank des Glaubens, die USA würden im Ernstfall helfen. "Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt", sagte Selenskyj. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte.
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