Syrien: Aktivisten und Bewohner berichten von katastrophaler Lage in Kobane

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Der Konflikt zwischen syrischen Regierungstruppen und Kurden im Norden Syriens dauert trotz einer Waffenruhe an. Die humanitäre Lage in Kobane ist offenbar dramatisch.

22. Januar 2026, 18:34 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

In der Stadt Kobane im Norden Syirens hat sich die humanitäre Lage aufgrund der anhaltenden Spannungen zwischen der syrischen Übergangsregierung und Kurden stark verschlechtert. Das berichten Bewohner, Aktivisten und lokale Verantwortliche. 

Dem Direktor der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel-Rahman, zufolge leben derzeit zehntausende Zivilisten in der Stadt unter belagerungsähnlichen Bedingungen. In den vergangenen Tagen seien viele Familien aus umliegenden Dörfern vor den vorrückenden Regierungstruppen und mit ihnen verbündeten Kämpfern nach Kobane geflohen. 

Berichten von Bewohnern der Stadt zufolge ist Kobane zudem seit einer Woche ohne Wasserversorgung, nachdem Regierungskräfte die Kontrolle über den strategisch wichtigen Tischrin-Staudamm im Umland übernommen haben. Auch der Strom sei weitgehend ausgefallen, Generatoren reichten nur noch begrenzt aus. Das syrische Energieministerium wies die Vorwürfe einer absichtlichen Unterbrechung der Wasserversorgung zurück. 

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