Web Almanac 2025: HTTP Archive legt neue Ausgabe des Web-Jahrbuchs vor

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Das HTTP Archive durchsucht regelmäßig die beliebtesten Websites und erfasst dabei Metriken über deren Aufbau. Die zu durchsuchenden URLs werden vom Chrome UX Report geliefert, einem Datensatz, der sich aus den Besuchsdaten von Chrome-Nutzern speist, welche in die Übermittlung von Telemetriedaten eingewilligt haben. Das HTTP Archive ist Teil des Internet Archive, das vor allem für seine Wayback Machine bekannt ist.

Überkreuz - Christian Liebel

Christian Liebel (@christianliebel) ist Softwareentwickler bei Thinktecture in Karlsruhe. Er unterstützt seine Kunden bei Digitalisierungsprojekten und der Modernisierung von Businessanwendungen. Sein Steckenpferd sind Cross-Platform-Anwendungen auf Basis moderner Webtechnologien wie Angular, Progressive Web Apps, Project Fugu und Web Components. Für seine Community-Beiträge wurde er als Microsoft MVP und Google GDE ausgezeichnet.

Auch in diesem Jahr hat das HTTP Archive wieder sein Webjahrbuch herausgegeben. 70 Expertinnen und Experten in der Webentwicklung haben sich zusammengetan, um in 15 Kapiteln aktuelle Trends im Web zu analysieren. Dies geschieht aus unterschiedlichen Blickwinkeln, von der Inhaltsgestaltung bis hin zu Verbreitungswegen. Einzelne Kapitel befassen sich etwa mit E-Commerce, Schriftarten oder WebAssembly.

In diesem Jahr kam das Kapitel zu Generative AI hinzu. Es befasst sich mit der Verwendung clientseitiger KI sowie den Auswirkungen von KI auf Website-Inhalte.

Der Einsatz von Basis-APIs ist deutlich gestiegen, wie bei WebAssembly (+27 Prozent) und WebGPU (+590 Prozent) zu sehen. Die Downloadzahlen der AI-Bibliothek WebLLM sind im Laufe des Jahres 2025 um 340 Prozent gestiegen.

KI-Bots werden zunehmend in die Datei robots.txt aufgenommen, die das Verhalten automatisierter Crawler steuert. Gleichzeitig dient die Datei llms.txt im Root-Verzeichnis dazu, Large Language Models den Aufbau der Website sowie deren Inhalte zu erklären.

Der Einsatz des CSS-Frameworks Tailwind nimmt deutlich zu – und damit auch beim Vibe Coding häufig genutzte Farben wie indigo-500 (#6366f1).

enterJS 2026 in Mannheim

(Bild: jaboy/123rf.com)

Die enterJS 2026 wird am 16. und 17. Juni in Mannheim stattfinden. Das Programm dreht sich rund um JavaScript und TypeScript, Frameworks, Tools und Bibliotheken, Security, UX und mehr. Vergünstigte Frühbuchertickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.

Auch die diesjährige Ausgabe ermöglicht wieder einige interessante Einblicke ins Web:

  • 2 % aller Webseiten nutzen Widgets zur Implementierung von Barrierefreiheit (Quelle)
  • 4,5 % aller Websites adressieren den GPTBot in robots.txt (Quelle)
  • 20 % aller Websites setzen einen Service Worker ein (Quelle)
  • 35 % aller mobilen Websites nutzen WordPress (Quelle)
  • 44 % aller mobilen E-Commerce-Websites nutzen WooCommerce (Quelle)
  • 60 % aller Cookies sind Drittanbietercookies (Quelle)
  • 75 % aller Websites setzen mindestens einen Tracker (Quelle)
  • 65 % aller Fontanfragen werden als WOFF2 beantwortet (Quelle)
  • 90 % aller Seiten laden Drittanbieterinhalte (Quelle)
  • 98,8 % aller mobilen Websites nutzen HTTPS – 0,74 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr (Quelle)
  • 202 % Steigerung der Median-Größe einer mobilen Website seit 2015 auf nun 2,362 MByte (Quelle)

Maßgeblich für die 2025er-Ausgabe ist der HTTP-Archive-Crawl aus dem Juli 2025. Hier wurden 16,2 Millionen Websites durchsucht, etwas weniger als die 17 Millionen im Jahr 2024. Hingegen hat sich die Menge verarbeiteter Daten nahezu verdreifacht, von 83 TByte aus 2024 auf nun 244 TByte Daten.

Die Rohdaten und SQL-Abfragen gegen den Datensatz des HTTP Archive sind am Ende jedes Kapitels sowie für jede Grafik verlinkt. Jedes Kapitel hat ein Peer-Review durchlaufen.

Der Web Almanac 2025 steht kostenfrei zur Verfügung. Das zugehörige E-Book umfasst 549 Seiten. Weitere Kapitel können noch nachgereicht werden, ebenso wie Übersetzungen in diverse Sprachen.

(rme)

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