Wal vor Poel (Aufnahme vom 17. April)
Foto: Jens Büttner / dpaAutomatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
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Am Samstagmorgen soll ein weiterer Rettungsversuch für den vor der Insel Poel gestrandeten Wal beginnen. Es ist der 19. Tag, an dem das geschwächte Tier in der Wismarer Bucht an derselben Position liegt. Mehrmals hatten Einsatzkräfte versucht, den Buckelwal zu befreien.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Wals gesammelt hat. Sie schätzen seine Überlebenschancen bei der erneuten Rettungsaktion als gering ein. Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace teilte inzwischen mit, man sehe kaum Chancen. Man gehe davon aus, dass der Wal in der Nordsee ertrinke, weil er so geschwächt ist, teilte Greenpeace der Nachrichtenagentur dpa mit.
Die Aktion ist eine private Initiative des Mediamarkt-Gründers Walter Gunz und der Unternehmerin Karin Walter-Mommert. Dafür hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch überraschend grünes Licht gegeben. Die Verantwortung für die neue Aktion liege vollständig bei den Initiatoren, betonte Backhaus, auch finanziell. (Lesen Sie hier mehr über die Unterstützer .)
Protons, Luftkissen und eine Leine
Geplant ist, das Tier auf einer Plane zwischen zwei Pontons, Schwimmkörpern, in Richtung Nordsee zu transportieren. Dafür müssen die Einsatzkräfte die Plane zuvor unter das etwa zwölf Tonnen schwere Tier bringen. Mit Luftkissen soll der Wal angehoben werden, wofür zuvor Schlick weggespült werden muss.
Schlepper wollen die Pontons dann an einer langen Leine ziehen. Sie sollen so angeordnet sein, dass innen eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. Darin soll sich das Tier aufhalten, sagte Fred Babbel, Chef des beauftragten Tauchunternehmens.
Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.
Am Freitagmorgen hatte das Tier mit heftigen Bewegungen auf einen sich nähernden Taucher reagiert. Es schlug mit der Schwanzflosse und drehte sich um beinahe 90 Grad, wie in Livestreams zu sehen war. Nach wenigen Minuten beruhigte sich der Wal und lag wieder still im Wasser.

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