Die Regierungsbildung wird schwierig
Das Parlament in Kopenhagen hat 179 Sitze. 175 Mandate werden in Dänemark vergeben, dazu kommen jeweils zwei in Grönland und auf den Färöer-Inseln – beide gehören zum dänischen Königreich. Die grönländischen Stimmen sollten erst am Morgen ausgezählt sein.
Ohne die vier nordatlantischen Abgeordneten – die färöischen Mandate gehen an einen Sozialdemokraten und eine bürgerlich-liberale Politikerin – kommt der sogenannte Rote Block aus linken Parteien nach der Wahl auf 84 Sitze. Der bürgerlich-konservative »Blaue Block« kommt auf 77 Sitze.
Zwischen den Lagern steht die relativ neue Partei Moderaterne von Außenminister Lars Løkke Rasmussen, die sich der politischen Mitte zuordnet. Mit ihren 14 Mandaten könnte der Partei wie schon nach der vorherigen Wahl 2022 wieder eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen über eine künftige Regierung zufallen.
Frederiksen ist seit 2019 Regierungschefin. Seit 2022 führte sie eine breite Regierung der politischen Mitte an, bestehend aus den Sozialdemokraten, der rechtsliberalen Venstre und der Partei Moderaterne.
Frederiksen hatte sich vor der Wahl nicht auf mögliche Koalitionspartner festlegen wollen. »Ich schließe nichts aus«, sagte sie dem dänischen Fernsehen am Wahltag. »Es ist wichtig, an einer Regierung festzuhalten, die in einer unsicheren Welt handlungsfähig ist.« Laut der Nachrichtenagentur Ritzau fuhren die Sozialdemokraten nun ihr schlechtestes Ergebnis seit 1903 ein.

vor 1 Stunde
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