Waffenruhe im Iran: "Trump braucht die Nato, um die Europäer zum Quietschen zu bringen"

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Die Erleichterung nach der Waffenruhe zwischen USA und Iran währte nur kurz. Über die Sieger und Verlierer eines Konflikts, bei dem Frieden noch lange nicht in Sicht ist.

10. April 2026, 12:16 Uhr

Es bleibt angespannt: Nato-Generalsekretär Mark Rutte (links) und US-Präsident Donald Trump. © [M] Evan Vucci/​dpa

Auf die grausamen Vernichtungsdrohungen Donald Trumps gegen den Iran folgte die überraschende Kehrtwende hin zu einem 14-tägigen Waffenstillstand, verhandelt in allerletzter Minute. Auf die anfängliche Erleichterung folgt nun bereits wieder große Sorge: Gibt der Iran die Straße von Hormus wirklich frei, und – wenn ja – zu welchen Bedingungen? Kommt es überhaupt zu weiteren Verhandlungen, obwohl Israel weiter im Libanon gegen die Hisbollah vorgeht? 

In der neuen Folge von Das Politikteil sprechen Ileana Grabitz und Peter Dausend mit dem ZEIT-Außenpolitikexperten Jörg Lau über die Eskalation am Golf. Wird der Waffenstillstand zu einer echten Friedenslösung führen? Geht das Regime in Teheran nun geschwächt oder gestärkt aus dieser Auseinandersetzung hervor? Welche Ziele wurden erreicht und welche verfehlt? Wer darf sich als Sieger, wer muss sich als Verlierer fühlen? Und was bedeutet die Entwicklung im Mittleren Osten für das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen EU und USA – und zwischen Donald Trump und der Nato? Einen Austritt der USA aus der Nato hält Jörg Lau für eher weniger wahrscheinlich: "Trump braucht die Nato, um Europa zum Quietschen zu bringen", sagt er. 

Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik bewegt, erklären Hintergründe und diskutieren Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren und einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Ileana Grabitz und Peter Dausend oder Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing zu hören.

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