Vorwahl in Michigan: So wird es schwer gegen Donald Trump

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Eine vermeintlich unbedeutende Vorwahl in Michigan legt das Problem der US-Demokraten offen: Der Richtungskampf innerhalb der Partei gefährdet das Comeback im Herbst.

5. August 2026, 19:27 Uhr

 Abdul El-Sayed. Aber kann er auch gegen den republikanischen Kandidaten gewinnen?
Hat sich bei den Demokraten in Michigan durchgesetzt: Abdul El-Sayed. Aber kann er auch gegen den republikanischen Kandidaten gewinnen? © Bloomberg/​Getty Images

Viel besser geht es eigentlich nicht: Donald Trump steht in den Umfragen so schlecht wie nie, die Benzinpreise bleiben hoch, ein Ausweg aus dem Irankrieg ist weiter nicht in Sicht – und im Herbst sind die Midterm-Wahlen. Als US-Demokrat müsste man da doch eigentlich frohlocken: Wechselstimmung, jetzt kommen wir! Oder?

In dieser Lage hat nun in Michigan der 41-jährige Epidemiologe Abdul El-Sayed die innerparteiliche Vorwahl für die Abstimmung zum US-Senat im November knapp gewonnen. El-Sayed, den sein Team den »muslimischen Bruce Springsteen« nennt, ist Sohn ägyptischer Eltern, Oxford-Absolvent, er sieht gut aus, kann gut reden, und: Er ist ein Newcomer, der keinen Ballast aus früheren Ämtern mitschleppt, keine Millionenspenden aus der Wirtschaft annimmt, ein frischer Kopf, ziemlich links, scharf israelkritisch. Die Parteibasis in seiner Heimat liebt ihn. Jetzt soll er für die Demokraten um einen Senatssitz kämpfen, der entscheidend sein dürfte für die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Kongress. Und damit für den Kampf gegen Donald Trump.

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