USA: 350.000 Haitianer verlieren Schutzstatus in den USA
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Die Trump-Regierung beendete den Schutz von Haitianern, die legal in den USA arbeiten. Sie klagten, unterlagen jedoch. Nun droht ihnen die Abschiebung.
Quelle: DIE ZEIT,
AP,
jtr
6. August 2026, 2:23 Uhr
Artikelzusammenfassung
Für rund 350.000 Haitianer in den USA endet der Schutzschirm abrupt. Nachdem der Supreme Court am 25. Juni der Trump-Regierung grünes Licht gegeben hatte, kassierte Bundesrichterin Ana Reyes die letzte Blockade – und damit kippen nun Temporary Protected Status, Work Permit und für viele auch die fragile Illusion von Sicherheit. Die Kläger aus Haiti warfen Washington Rassismus vor, scheiterten jedoch vor Gericht; ihr Anwalt Geoff Pipoly spricht von Menschen ohne Straftaten, die plötzlich aus der Legalität herauskatapultiert werden und nun sogar Abschiebung in ein von Bandengewalt zerrissenes Haiti fürchten müssen. Das TPS-Programm, 1990 vom Kongress als humanitärer Notfall-Mechanismus installiert und für Haiti nach dem Erdbeben von 2010 immer wieder verlängert, wirkt in dieser Geschichte wie ein politischer Airbag, den die Migrations-Hardliner nun demonstrativ ausbauen. So wird aus einer juristischen Entscheidung ein migrationspolitischer Showdown mit Ansage: Im Zuge von Trumps harter Linie verlieren insgesamt rund eine Million Menschen aus mehr als einem Dutzend Staaten ihren temporären Schutzstatus – ein bürokratischer Kahlschlag mit globaler Fallhöhe.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Rund 350.000 Haitianer in den USA verlieren ihren vorübergehenden Schutzstatus und damit ihre Arbeitserlaubnis. Eine US-Bundesrichterin hob eine zuvor verhängte Blockade gegen die Entscheidung der Regierung von Präsident Donald Trump auf. Richterin Ana Reyes ordnete dies an, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am 25. Juni die Entscheidung der Regierung bestätigt hatte, das Schutzprogramm auslaufen zu lassen. Betroffene aus Haiti hatten dagegen geklagt und der Regierung Rassismus vorgeworfen, sie unterlagen jedoch.
Die Betroffenen lebten und arbeiteten mit dem sogenannten Temporary Protected Status (TPS) legal in den Vereinigten Staaten. »Aufgrund der heutigen Umsetzung der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs dürfen haitianische TPS-Inhaber – allesamt Menschen ohne Straftaten – nun nicht mehr legal arbeiten. Viele von ihnen müssen zudem mit einer Abschiebung nach Haiti rechnen«, sagte Geoff Pipoly, der leitende Anwalt der haitianischen Betroffenen.
Trump beendete Schutzstatus für eine Million Menschen
Der 1990 vom US-Kongress beschlossene Temporary Protected Status (TPS) ermöglicht es Menschen aus bestimmten Ländern, vorübergehend legal in den USA zu leben und zu arbeiten. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich bereits im Land befinden und ihre Heimat als unsicher gilt.
Haiti war nach dem schweren Erdbeben von 2010 in die Länderliste aufgenommen worden, wobei die Regelung wegen der Bandengewalt in dem Land mehrfach verlängert wurde. Im Zuge ihrer verschärften Einwanderungspolitik beendete die Trump-Regierung den TPS-Status für rund eine Million Menschen aus mehr als einem Dutzend Ländern, darunter Haiti und Syrien.