Ebola-Behandlungszentrum des Krankenhauses von Bunia (DR Kongo)
Foto: Dirole Lotsima Dieudonne / AP / dpaDie USA haben zusätzliche Gelder in Höhe von mehr als 242 Millionen Dollar (umgerechnet rund 210 Millionen Euro) zur Bekämpfung der Ebola-Pandemie in der Demokratischen Republik Kongo bereitgestellt. Mit diesen neuen Mitteln beläuft sich die direkte finanzielle US-Unterstützung für die Ebola-Bekämpfung in der DR Kongo auf mehr als 500 Millionen Dollar, wie das US-Außenministerium am Mittwoch mitteilte.
Washington rief andere Länder dazu auf, ihre Beiträge zu den Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit ebenfalls zu erhöhen. Zugleich würdigten die USA Uganda für seine Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs. Während die Entwicklung in der DR Kongo weiterhin »Anlass zur Sorge« gebe, habe Uganda »rasch und entschlossen« gehandelt, um auf den Ausbruch zu reagieren und die Ausbreitung von Ebola zu begrenzen, erklärte das US-Außenministerium.
Ausbreitung in alarmierendem Tempo
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, rief derweil bei einem Besuch in Kongos Hauptstadt Kinshasa dazu auf, die Bemühungen im Kampf gegen Ebola »massiv zu intensivieren«. So bräuchten medizinische Helfer »Schutz, Ausbildung und Unterstützung«, schrieb Tedros im Kurzbotschaftendienst X.
Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.
{$dispatch('toggle')}, 250);">
Externen Inhalt anzeigen
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Rund zweieinhalb Monate nach Beginn des Ebolaausbruches ist die Lage nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen »kritischer denn je«. Die Krankheit verbreite sich in alarmierendem und beispiellosem Tempo, berichtet die Organisation.
Die Demokratische Republik Kongo hatte den Ebolaausbruch am 17. Mai offiziell erklärt. Seitdem haben die Behörden 3874 bestätigte Fälle und 1751 Todesfälle gemeldet.
Zu viele Infektionsketten unbekannt
Ein Problem ist, dass die Behörden immer noch zu wenige Angehörige von Infizierten kennen, um sie vor einer Ansteckung zu schützen. In einem Behandlungszentrum in Bunia waren nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen 90 Prozent der Patienten zuvor nicht als Kontaktpersonen erfasst.
Das gilt als Schlüssel des Erfolgs: Wenn mehr als 90 Prozent der Kontakte bekannt sind, sich isolieren und bei ersten Krankheitsanzeichen behandelt werden, kann der Ausbruch unter Kontrolle gebracht werden. Misstrauen gegenüber Behörden und Kämpfe in Rebellengebieten, die Hunderttausende in die Flucht schlagen, erschweren diese Arbeit.
-
4 Min
-
5 Min
-
7 Min
Der Ausbruch betrifft fünf Provinzen im Osten des Landes. Es handelt sich um den 17. Ebolaausbruch in der DR Kongo. Verursacht wird er von der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.
Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen und kann schweres hämorrhagisches Fieber auslösen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.
Im Osten der DR Kongo wütet das Ebolavirus. Theresa Berthold leitet den Einsatz von Ärzte ohne Grenzen in der Provinz Nord-Kivu. Hier erzählt sie, wie sie die Menschen aufklärt – und was sie aus früheren Epidemien gelernt hat

vor 1 Stunde
1











English (US) ·