Verfassungsschutz: Scientology nicht mehr unter Beobachtung

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Die Scientology-Bewegung wird laut einem Medienbericht künftig nicht mehr umfassend von den deutschen Geheimdiensten beobachtet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz sagte auf Anfrage des Südwestrundfunks (SWR), die Scientology-Organisation habe in den vergangenen Jahren an Relevanz verloren und werde daher nicht mehr als bundesweiter, eigener Beobachtungsbereich geführt. Denkbar ist mit dieser Formulierung aber noch die Beobachtung einzelner Personen.
Laut SWR-Recherchen haben sich auch mehrere Landesämter für Verfassungsschutz aus der systematischen Beobachtung zurückgezogen. Der deutsche Verfassungsschutz hatte Scientology seit 1997 im Visier. Der Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet, wurde Demokratiegefährdung vorgeworfen, weil es ihr letztlich um die Weltherrschaft gehe. Kritiker werfen der Organisation vor, ihre Mitglieder abhängig zu machen, sozial zu kontrollieren und finanziell auszubeuten. Ihr Denken ziele auf die Ausbildung einer globalen Machtelite.

Gegründet wurde Scientology 1953 vom US-Amerikaner Ron Hubbard. In Deutschland wehrte sich Scientology immer gegen eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz und betonte, die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik zu achten. In Deutschland unterhält Scientology mehrere Niederlassungen, beispielsweise in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

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