V-Mann-Affäre: Bremer Rechtsanwalt zieht sich von Staatsgerichtshof zurück

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Der Rechtsanwalt Anatol Anuschewski zieht offenbar Konsequenzen aus der sogenannten V-Mann-Affäre in Bremen. Er wurde auf Vorschlag der Bremer Linken im Jahr 2019 von der Bürgerschaft für vier Jahre in den Staatsgerichtshof gewählt. Seit 2023 war er erster Stellvertreter eines Mitglieds. Nun kündigte er seinen Rückzug an, wie Radio Bremen zuerst berichtete .

Anuschewski stand seit Tagen in der Kritik, weil er bei der Enttarnung eines V-Mannes in der »Interventionistischen Linken« in Bremen anwesend war. SPIEGEL-Recherchen hatten den Fall bekannt gemacht. 

Die Bremer CDU hatte unter anderem wegen des Vorfalls angekündigt, Misstrauensanträge gegen die beiden Senatorinnen der Linken im Freistaat zu stellen. »Für uns ist klar: Der linke Teil dieses Senats ist nicht mehr tragbar«, sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Wiebke Winter laut »buten un binnen«. Sie warf der Bremer Linken vor, scheinbar sehr eng mit der linksextremen »Interventionistischen Linken« verknüpft zu sein.

Kritik übte Anuschewski demnach auch an Politikern im Stadtstaat. Rücktrittsankündigungen durch Senat oder Fraktionen widersprächen der Gewaltenteilung und beschädigten das Ansehen des Staatsgerichtshofs, so der Anwalt laut dem Bericht.

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