Uwe-Karsten Heye: Früherer Regierungssprecher ist tot

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Zuvor war Heye auch als Journalist tätig. Sein Handwerk lernte er unter anderem bei der »Süddeutschen Zeitung«, für die er von 1968 bis 1973 als Korrespondent in Bonn arbeitete. Danach wurde er Redenschreiber des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, dessen Pressesprecher er auch nach dem Ende von Brandts Kanzlerschaft blieb. Ab 1979 arbeitete er als freier Journalist, von 1990 an war SPD-Mitglied Heye Sprecher der niedersächsischen Landesregierung unter Gerhard Schröder.

Einem breiteren Publikum wurde er auf Bundesebene nach dem Regierungswechsel 1998 bekannt, als er für die Außendarstellung der von einem holprigen Start geplagten rot-grünen Koalition zuständig war. Heye selbst galt dennoch als gelassener und loyaler Regierungssprecher.

2006 wurde Heye Chefredakteur der SPD-Mitgliederzeitung »Vorwärts«; den Posten behielt er vier Jahre lang. Auch als Buchautor machte er sich einen Namen, etwa mit »Vom Glück nur ein Schatten. Eine deutsche Familiengeschichte«, in dem er den Lebensweg seiner Eltern erzählt. Heye wurde im Sudetenland geboren. Das Werk wurde 2009 mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle verfilmt.

Engagiert war Heye zudem ab 2000 als Gründer und zeitweiliger Vorstandsvorsitzender des Vereins »Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland«, der sich gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus einsetzt. Der Vereinsvorstand würdigte Heye am Montag als »mutigen Menschen«: Eine »antifaschistische Haltung« und das »persönliche Eintreten für eine freie und weltoffene Gesellschaft« hätten ihn ausgezeichnet.

»Uwe-Karsten Heye hat Wahrheiten ausgesprochen und unserer Gesellschaft einen Spiegel vorgehalten«, schrieb der Verein. »Er wollte nie recht haben, sondern immer aufklären, informieren und mit dazu beitragen, dass sich Geschichte in Deutschland nicht wiederholt.«

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