USA: „Unglaubliche Liebe“: Trump lobt Nato-Gipfel

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Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

ICE-Beamter erschießt mexikanischen Einwanderer

Walmart senkt nach Aufforderung von Trump Lebensmittelpreise

Trump spottet abermals über Meloni 

US-Beamter: Übernahme von Grönland derzeit „der beste Weg“ 

Trump warnt in seiner Rede vor „kommunistischer Bedrohung“

Christoph Heinlein

Trump sieht auf einmal Liebe - und lobt Stimmung beim Nato-Gipfel

US-Präsident Donald Trump zieht zum Abschluss des Nato-Gipfels in der Türkei eine positive Bilanz. „Wir hatten eine großartige Zeit“, sagte er auf einer Pressekonferenz in Ankara. „Wir haben gerade hier in der Türkei einen sehr erfolgreichen Nato-Gipfel abgeschlossen.“ Trump bedankte sich dabei explizit beim Gastgeber, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, sowie bei Nato-Generalsekretär Mark Rutte.

Ich möchte nur sagen, dass in diesem Raum eine unglaubliche Liebe herrschte.

US-Präsident Donald Trump über die Stimmung beim Nato-Gipfel

Auch für die Atmosphäre bei der Besprechung der Staats- und Regierungschefs der Nato hatte der US-Präsident nur lobende Worte. „Ich möchte nur sagen, dass in diesem Raum eine unglaubliche Liebe herrschte“, so Trump mit Blick auf das Treffen der Verbündeten. Er bedauere, dass die Presse nicht sehen konnte, was in dem Raum vor sich ging, denn dort hätten sich sehr kluge Menschen versammelt. Die Einigkeit im Raum sei unglaublich gewesen. 

Leon Wenz

Trump droht Spanien mit Handelsstopp

US-Präsident ​Donald Trump droht Spanien mit einem vollständigen Handelsstopp. Er ⁠habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, jeglichen Handel mit dem Land einzustellen, sagt Trump vor ​dem Nato-Gipfel ​in Ankara. Er bezeichnet Spanien als „schrecklichen Partner“ in der Militärallianz. „Ich will ‌keine Geschäfte mit ihnen machen“, erklärt Trump bei einem Auftritt an der ​Seite von Nato-Generalsekretär ​Mark Rutte. 

Die EU-Kommission stellt sich vor das Mitgliedsland Spanien. Kommissionssprecher Olof Gill verwies auf bestehende Handelsverträge. „Wir erwarten, dass die USA ihre Verpflichtungen aus dieser gemeinsamen Erklärung einhalten, so wie ​wir unsere eingehalten haben“, sagte er in Brüssel.

Trumps Vorhaben dürfte nicht leicht umzusetzen sein, da Spanien Mitglied der Europäischen Union und des europäischen Binnenmarktes ist. In Handelsfragen haben die Mitgliedsländer ihre Kompetenzen weitgehend an die EU-Kommission in Brüssel abgegeben, die für die Mitgliedsstaaten spricht und verhandelt.

Seit Beginn des Iran-Kriegs übt Spaniens Premier Pedro Sánchez Kritik an den Angriffen der USA. „Man kann nicht auf ein Unrecht mit weiterem Unrecht reagieren“, sagte er in Bezug auf die blutige Niederschlagung der Proteste in Iran Anfang des Jahres. Zudem verweigerte Sánchez den USA die Nutzung spanischer Militärstützpunkte und untersagte den Überflug des spanischen Luftraums für US-Jets, die an Militäraktionen gegen Iran beteiligt sind. Schon im März drohte Trump den Handel mit Spanien einzuschränken.

Leon Wenz

Trump legt bei Grönland nach

Schon gleich nach seiner Ankunft in Ankara hatte der US-Präsident Donald Trump Grönland erneut zum Thema gemacht. Die USA argumentieren, dass eine Übernahme der einzige Weg sei, um Sicherheitsrisiken rund um die Insel langfristig zu begegnen. „Es hilft Dänemark nicht, aber es hilft uns und es ist sehr wichtig für uns“, sagt Trump bei einer Pressekonferenz.

Trump blickte auf den Zweiten Weltkrieg zurück: „Als Dänemark von den Nazis in weniger als einem Tag überrannt worden war, hat Hitler sie besiegt.“ Dänemark habe dann die USA gebeten, sich um Grönland zu kümmern. „Das haben wir getan. Und dann haben wir es dummerweise zurückgegeben.“ Das hätten die USA nicht tun sollen.

Nazi-Deutschland hatte Dänemark am 9. April 1940 überfallen. Während der folgenden Besatzung wirkten die USA bis Kriegsende als Schutzmacht Grönlands. 1945 übernahm Dänemark wieder die Kontrolle. Grönland gehört zwar zum Königreich Dänemark, genießt aber weitgehende Autonomie und Selbstverwaltung. Daran erinnerte die dänische Ministerpräsidentin Trump und forderte ihn auf, die Selbstbestimmung Grönlands zu respektieren, „Grönland steht natürlich nicht zum Verkauf“, machte sie grundsätzlich klar. „Natürlich werden wir das Königreich Dänemark verteidigen.“

ICE-Beamter erschießt mexikanischen Einwanderer

Ein Beamter der US-Migrationsbehörde ICE hat einen Einwanderer aus Mexiko erschossen. Nach bisherigem Kenntnisstand habe sich der Mann, der sich angeblich illegal in den USA aufgehalten haben soll, in seinem Fahrzeug Anweisungen der Beamten widersetzt, teilte das Heimatschutzministerium auf der Plattform X mit. Der Fahrer habe zunächst ein Auto der Einsatzkräfte gerammt und dann versucht, mit seinem Auto einen Beamten zu erfassen. Dabei habe der Beamte das Feuer eröffnet. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. 

Laut dem Ministerium wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen. Das Ministerium habe interne Ermittlungen wegen der Schussabgabe eingeleitet. Das Büro der Bundespolizei FBI in Houston ermittle zudem wegen des Angriffs auf einen Bundesbeamten. 

Walmart senkt nach Aufforderung von Trump Lebensmittelpreise

Die US-Supermarktkette Walmart senkt auf Bitten von Präsident Donald Trump die Preise für zahlreiche Produkte, darunter auch Hackfleisch. Dies kündigte Trump auf der von ihm mitbegründeten Online-Plattform Truth Social an. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund rekordhoher Rindfleischpreise, die die Geldbeutel der US-Verbraucher belasten. Der Einzelhändler teilte mit, dass Kunden in seinen Walmart- und den dazugehörigen Sam’s-Club-Filialen in diesem Sommer bei Artikeln wie Fleisch, Obst, Gemüse und Limonade sparen würden.

Trump zufolge wird Walmart die Preise für ein Pfund Hackfleisch um „fast“ 15 Prozent senken. Walmart selbst teilte mit, der Preis für eine Sorte Hackfleisch werde um etwa zwölf Prozent auf 5,94 Dollar sinken. „Dies ist eine riesige Sache für die vielen Millionen Amerikaner, die klugerweise bei Walmart einkaufen, einem wahrhaft patriotischen Unternehmen, das die USA liebt“, erklärte Trump. Die Preise für Rindfleisch waren in die Höhe geschnellt, nachdem eine anhaltende Dürre die Kosten für Viehfutter erhöht und die US-Viehzüchter gezwungen hatte, ihre Herden zu verkleinern. Trump hatte bereits früher zollgünstige Importe von argentinischem Rindfleisch gefördert, um die Preise zu dämpfen.

Christoph Heinlein

Startschuss für „Trump-Konten“ für Kinder

1000 Dollar Startguthaben für Neugeborene in den USA: Mit einer neuen Vorsorgemaßnahme verspricht US-Präsident Donald Trump, künftigen Generationen mehr Wohlstand zu ermöglichen. Sofern sich der Aktienmarkt weiter so gut wie derzeit entwickle, könnten Kinder „sehr reich“ werden, sagte er zum offiziellen Start des Programms. „Sie werden Hunderttausende Dollar haben“, versicherte Trump seinen Landsleuten, die derzeit mit einer hohen Inflation infolge des Iran-Kriegs hadern, der von ihrem Präsidenten begonnenen wurde.

Die steuerbegünstigten Anlagen sollen Kindern nach Ankündigungen der Regierung langfristig Zugang zu Kapital verschaffen und mindestens bis zum 18. Lebensjahr in Indexfonds investiert werden. Der Plan war bereits im vergangenen Sommer mit Trumps Steuergesetz ausgerufen worden. Neue Dynamik bekam er im Dezember, als PC-Unternehmer Michael Dell und seine Frau Susan ankündigten, 6,25 Milliarden Dollar zu spenden, damit auch ältere Kinder „Trump Accounts“ bekommen könnten.

Lilith Volkert

US-Beamter: Übernahme von Grönland derzeit „der beste Weg“ 

Eine Übernahme Grönlands durch die Vereinigten Staaten ist aus Sicht der USA nach Angaben eines hochrangigen Beamten derzeit der einzige Weg, um den Sicherheitsrisiken rund um die zum Königreich Dänemark gehörende Eisinsel langfristig zu begegnen. „Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass dies der beste Weg ist, den Verteidigungsbedarf der Nato in Bezug auf Grönland zu decken“, sagte er zu Journalisten vor dem Nato-Gipfel an diesem Dienstag und Mittwoch in der Türkei. 

Zugleich sagte er, auch weitere Optionen würden geprüft. Wie diese aussehen könnten, ließ er offen. Der hochrangige Regierungsbeamter verwies darauf, dass es „rege Marineaktivitäten“ in der Region rund um Grönland gebe und US-Präsident Donald Trump eine „dauerhafte“ Lösung anstrebe. „Bislang sehen wir als einzige Lösung den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten“, sagte der Beamte weiter. Trump hatte Anfang des Jahres offen mit einer Übernahme der strategisch wichtigen Arktisinsel gedroht. Das zu Dänemark gehörende Territorium sei sonst nicht vor Russland und China sicher – und damit auch nicht die USA.

Newsdesk

Trump warnt in seiner Rede vor „kommunistischer Bedrohung“

Donald Trump hat zum ​250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit in einer Rede im Wahlkampfstil bekannte Positionen wiederholt. Der Republikaner warnte bei seinem Auftritt am Samstag in Washington erneut vor einem Erstarken des Kommunismus in den ​USA. Als Kommunisten hat er in der Vergangenheit Politiker des linken Flügels der oppositionellen Demokraten bezeichnet, ⁠die zuletzt mehrere Wahlerfolge unter anderem in New York City erzielen konnten. 

Wegen eines Unwetters hatte sich Trumps Auftritt um fast zwei Stunden verzögert. ​Obwohl er ​im Vorfeld eine besonders lange Rede angekündigt hatte, ‌sprach Trump letztlich weniger als 40 Minuten – deutlich ‌kürzer als bei anderen Anlässen. 

Es gelte, eine Bedrohung wie den Kommunismus sofort im Keim zu ersticken, sagte Trump. „Es ist wie ein ​Krebsgeschwür – man muss es ​herausschneiden, und zwar schnell.“ In seiner ​Rede verband er darüber hinaus allgemeine Appelle an den Patriotismus mit scharfen Angriffen auf von ihm wahrgenommene ideologische Bedrohungen im In- und Ausland. Er rühmte amerikanische Errungenschaften wie die ‌Mondlandung und erklärte, er habe das iranische Militär „ausgelöscht“. Vom Kongress forderte der Präsident die ins Stocken geratene ‌Verabschiedung von Gesetzen, die die ‌Briefwahl einschränken und einen Nachweis der Staatsbürgerschaft für die ​Wählerregistrierung verlangen.

Die Feierlichkeiten zum 4. Juli waren von einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu ​39 Grad Celsius geprägt. Wegen eines aufziehenden Gewitters musste das ‌Festgelände in Washington vorübergehend geräumt werden. Vor Trump hatten US-Präsidenten am Unabhängigkeitstag persönliche Auftritte auf der National Mall in der Regel vermieden.

Unwetter stört Trumps Feier zum 250. Jahrestag der USA

US-Präsident Donald Trump wollte den 250. Jahrestag der USA am Samstag mit einer politischen Kundgebung auf der abgesperrten National Mall in Washington begehen. Schwere Unwetter drohten jedoch, die Veranstaltung zu stören. Wegen einer aufziehenden Gewitterfront ordneten die Behörden am Abend die Evakuierung des Geländes an. Zuvor hatten Besucher bei Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius und unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen stundenlang auf den Einlass gewartet. Die Rekordhitze hatte bereits zur Absage mehrerer Paraden und anderer Veranstaltungen in der Region geführt. Trump postete kurz nach dem Evakuierungsaufruf auf Truth Social, er werde seine Rede halten, egal wann. Aktuell sei sie für 23 Uhr (5 Uhr deutscher Zeit) geplant.

Die Veranstalter riefen die Gäste auf, in umliegenden Museen, Ministerien und anderen öffentlichen Gebäuden Unterschlupf zu suchen. Informationen dazu, wann und wie es weitergehe, würden schnellstmöglich mitgeteilt. Tausende Menschen zogen daraufhin durch die Straßen in der Nähe des Weißen Hauses und der National Mall. Die Teilnehmer – viele in den Landesfarben Rot, Blau und Weiß – saßen in überfüllten Cafés oder campierten mit ihren Klappstühlen direkt auf dem Bürgersteig. 

Frühere US-Präsidenten haben Auftritte bei den Feierlichkeiten zum 4. Juli meist vermieden, Trump hat jedoch die Grenze zwischen offiziellem Gedenken und Wahlkampf verwischt. Die von der Trump-Regierung ins Leben gerufene Organisation „Freedom 250“ hat ein überparteiliches Gremium, das 2016 für die Organisation des Jubiläums gegründet wurde, weitgehend ins Abseits gedrängt. Stattdessen wurde ein Großteil der National Mall für eine „Great American State Fair“ abgesperrt, bei der es neben einem Riesenrad auch Stände von konservativen Gruppen und Rüstungsunternehmen gab. Mehrere von Demokraten geführte Bundesstaaten lehnten eine Teilnahme ab, und viele Künstler sagten ihre Auftritte aus Sorge vor der parteipolitischen Ausrichtung ab.

Unter den Besuchern befanden sich auch hunderte Anhänger der rechtsextremen Organisation „Patriot Front“, die mit der U-Bahn in die Stadt kamen. Gewalttätige Zwischenfälle wurden der Polizei zufolge jedoch nicht gemeldet. Eine Umfrage von Reuters/Ipsos ergab, dass eine Mehrheit der US-Bürger, darunter drei Viertel der Demokraten und die Hälfte der Republikaner, die Feierlichkeiten als zu politisch empfindet. Zu den weiteren von „Freedom 250“ organisierten Veranstaltungen gehören eine Glaubenskundgebung mit überwiegend konservativen christlichen Rednern sowie „Freedom Trucks“, die nach Ansicht von Kritikern eine übermäßig religiöse Darstellung der US-Geschichte bieten und Themen wie Sklaverei beschönigen.

Juri Auel

Rechtsextreme US-Gruppierung marschiert durch Washington 

Mitglieder der nationalistischen US-Gruppierung „Patriot Front“ sind am 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit durch die US-Hauptstadt Washington marschiert. Fotos und Videos in sozialen Medien zeigten Dutzende maskierte Menschen mit Fahnen vor dem Hauptbahnhof Union Station und im Viertel Capitol Hill. Laut Washington Post marschierten Hunderte uniformierte Mitglieder der Gruppierung in Richtung des Kapitols.

„Das Metropolitan Police Department verfolgt die heute Morgen im Viertel Eastern Market stattgefundenen Vorfälle, die unter das Recht auf freie Meinungsäußerung fielen“, teilte die örtliche Polizeibehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Trotz des Rechts „jedes Einzelnen, seine Meinung friedlich zu äußern“, wollen sich die Beamten für die öffentliche Sicherheit der Einwohner und Besucher der Hauptstadt einsetzen. 

Die "Patriot Front“ (Patriotische Front) ist nach Angaben der Anti-Diskriminierung-Organisation (ADL) und des gemeinnützigen Southern Poverty Law Centers (SPLC) eine rechtsextreme und neonazistische Gruppierung. Sie entstand im August 2017 als Abspaltung der Organisation „Vanguard America“ nach rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville im Bundesstaat Virginia. Ziel der Gruppierung ist die Errichtung eines weißen Ethnostaates. Die Organisation fällt demnach durch straff durchorganisierte, teils unangemeldete Aufmärsche auf. 

Juri Auel

Trumps Rede in der Nacht auf Sonntag erwartet

Präsident Donald Trump wird am Samstag die Feierlichkeiten zum US-Unabhängigkeitstag mit einer Rede und einer Show als Hauptakteur anführen, die darauf abzielt, ihn in den Mittelpunkt des 250-jährigen Jubiläums der Nation zu rücken. Trump hat aus seiner Freude darüber, den Feierlichkeiten zum 4. Juli vorzustehen, keinen Hehl gemacht.

In den gesamten USA finden Feierlichkeiten zu diesem Anlass statt, der an die Verabschiedung der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1776 erinnert, durch die sich die amerikanischen Kolonien von Großbritannien trennten. Traditionell feiern die Amerikaner mit Feuerwerk, Picknicks und rot-weiß-blauen Accessoires. Trump wird um 3:45 Uhr deutscher Zeit auf der National Mall eine Ansprache halten, bevor ein großes Feuerwerk beginnt, doch die Hitze könnte die Besucherzahlen verringern. 

Juri Auel

Ahoi, Freiheitsstatue! 

In New York feiern die Menschen diesen besonderen 4. Juli mit einer großen Segelparade. Schiffe aus aller Welt nehmen daran teil. Mit dabei ist auch die Gorch Fock, das Segelschulschiff der Deutschen Marine. Hier finden Sie einige davon in einer Fotogalerie. 

Juri Auel

Zeitkapsel für 250 Jahre in Philadelphia vergraben 

In Philadelphia, wo vor 250 Jahren einst die Unabhängigkeitserklärung verfasst wurde, soll es in weiteren 250 Jahren etwas zu entdecken geben. Denn zur Feier des Jubiläums wurde dort heute eine Zeitkapsel vergraben. Ein Gesetz sieht vor, dass das Metallgebilde erst im Jahr 2276 wieder geöffnet werden darf. 

Der Edelstahlzylinder ist eines der wenigen überparteilichen Projekte, mit denen der Geburtstag der USA gefeiert wird. Er enthält Material aus allen 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington und den fünf US-Territorien. Auch Beiträge der Vertreter aller drei Staatsgewalten, also der US-Regierung, des Kongresses und des Supreme Courts – Exekutive, Legislative und Judikative – befinden sich darin. 

Neben einem Exemplar der US-Verfassung lässt sich kurioserweise auch ein iPhone 17 Pro Max darin finden. Erst in einigen Generationen wird sich aber zeigen, ob dann noch eine Verbindung klappt. 

Neben allerlei Münzen und Briefen sind auch kuriose Dinge dabei, wie zum Beispiel ein Beitrag aus Kalifornien. Die Menschen dort haben die Antwort einer KI auf die Frage, wie Kalifornien in 250 Jahren aussehen wird, in die Kapsel gegeben. Die Antwort: Keine Autobahnen und jede Menge Grizzlybären. 

Luzia Geier

Hitzewelle beeinträchtigt Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag

Eine Hitzewelle hat in den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes zahlreiche Feierlichkeiten durchkreuzt. Mehr als 185 Millionen Menschen und damit über die Hälfte der US-Bevölkerung waren laut dem nationalen Wetterdienst von Hitzewarnungen betroffen. Die Spitzenwerte des Hitzeindexes könnten in Teilen des Landes bis zu 46 Grad Celsius erreichen, wobei mehrere Städte neue Temperaturrekorde verzeichnen würden.

In der Hauptstadt Washington, D.C., musste eine große Messe-Veranstaltung, auf der alle 50 Bundesstaaten präsentiert werden sollten, bei Temperaturen von 38 Grad Celsius vorübergehend geschlossen werden. In Philadelphia sagten die Behörden eine große Parade ab, nachdem das Thermometer bereits am Donnerstag auf etwa 39 Grad Celsius gestiegen war. Auch in anderen Bundesstaaten wie New Jersey und New York fielen Konzerte und Feuerwerke aus.

Die extremen Temperaturen brachten zudem die Stromnetze an ihre Grenzen. Der größte US-Netzbetreiber PJM, der 67 Millionen Menschen unter anderem in der Hauptstadtregion versorgt, rief Kunden in Notfallprogrammen zur Drosselung ihres Verbrauchs auf. Damit sollten überlastete Leitungen und der sprunghafte Anstieg der Nachfrage durch Klimaanlagen bewältigt werden. In New York waren am späten Freitagnachmittag etwa 17 000 Haushalte ohne Strom. 

Ausgelöst wurde die Hitzewelle durch ein Hochdruckgebiet, einen sogenannten Hitzedom, der heiße Luftmassen über der Region einschließt. Angesichts von gefühlten Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius warnten Behörden vor lebensbedrohlichen Bedingungen und riefen die Bürger auf, bei Veranstaltungen im Freien auf ausreichend Flüssigkeit und Schatten zu achten.

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