Die US-Regierung hat ihre Ankündigungen wahr gemacht und bewaffnete Kräfte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE zum Einsatz an Flughäfen geschickt. Trumps Grenzschutzbeauftragter Tom Homan sagte dem Sender CNN, ICE-Mitarbeiter seien zunächst an 14 Flughäfen entsandt worden. »Es werden noch mehr«, fügte er hinzu. Laut US-Präsident Donald Trump könnte auch die Nationalgarde an Airports stationiert werden.
Laut AFP-Reportern patrouillierten ICE-Kräfte unter anderem an den Flughäfen John F. Kennedy in New York und Newark im Bundesstaat New Jersey. Sie waren mit Pistolen und Schlagstöcken bewaffnet und trugen schusssichere Westen mit Körperkameras. Maskiert waren sie nicht.
Die »New York Times « berichtete von zunächst 100 bis 150 ICE-Einsatzkräften, die das Personal der US-Transportsicherheitsbehörde TSA laut Aussage des Präsidenten »unterstützen« sollten . Trump sagte, wenn die Mitarbeiter nicht ausreichten, könne die Regierung auch die Nationalgarde an Flughäfen hinzuziehen. Laut »CNN« und »New York Times« wandten sich die ICE-Agenten offenbar an den Flughäfen den langen Schlangen an den Sicherheitskontrollen zu, konnte allerdings nicht zur Verkürzung der Wartezeit beitragen.
Mit der Aktion will Trump den Druck auf die Demokratische Partei erhöhen, im Streit über die Haushaltsmittel für das Heimatschutzministerium nachzugeben. Viele TSA-Mitarbeiter warten seit Wochen auf ihren Lohn und äußern ihren Ärger darüber immer deutlicher . Viele sollen sich krankgemeldet haben, was zu den längeren Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen beiträgt. Seit Mitte Februar gilt eine Budgetsperre, weil Kongressmitglieder der Demokraten verschärfte Vorschriften für ICE zur Bedingung für die Freigabe der Mittel machen. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Sie reagierten damit auf die Tötung von zwei US-Bürgern durch Bundeseinsatzkräfte bei Protesten gegen Abschieberazzien in der Stadt Minneapolis.

vor 1 Stunde
1









English (US) ·