US-Verhandler Jared Kushner ist zu Gesprächen über die Zukunft des Gazastreifens nach Ägypten gereist. Der Schwiegersohn des US-Präsidenten trifft auch Hamas-Vertreter.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, mmh 16. August 2026, 18:29 Uhr
Jared Kushner hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Der US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, wie die Präsidentschaft mitteilte. Auch der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen.
Die islamistische Terrororganisation Hamas teilte mit, Kushner werde in Ägypten zudem eine Hamas-Delegation treffen. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf Diplomatenkreise, Hamas-Vertreter hätten an einigen der Gespräche teilgenommen.
Kushner soll offenbar nach Israel weiterreisen
Anschließend reise Kushner weiter zu Gesprächen in Israel, hieß es von Seiten der Hamas weiter. Er wolle dort Medienberichten zufolge unter anderem den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen.
Netanjahu hatte vor einer Woche gesagt, Israel lehne einen Fahrplan des sogenannten »Board of Peace« für den im Krieg großflächig zerstörten Gazastreifen ab. »Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist«, sagte Netanjahu. Außerdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim sagte dagegen, die Hamas bleibe dem Gaza-Fahrplan verpflichtet.
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