US-Truppenabzug aus Deutschland: Die Kavallerie macht den Unterschied

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Die Spannungen zwischen Deutschland und den USA sind eine ernste Bedrohung für die Nato und die bilateralen Beziehungen. Das Problem geht weit über Trump und Merz hinaus.

5. Mai 2026, 16:47 Uhr

 US-Soldaten während einer Übung in Grafenwöhr in der Oberpfalz, wo die Second Cavalry stationiert ist.
US-Soldaten während einer Übung in Grafenwöhr in der Oberpfalz, wo die Second Cavalry stationiert ist. © Leonhard Simon/​Reuters

James Jeffrey ist US-amerikanischer Diplomat. Er war stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater unter Präsident George W. Bush und Botschafter im Irak und in der Türkei unter Barack Obama. Zuletzt war er Syrienbeauftragter der Trump-Regierung. Als Offizier der Infanterie diente er in Vietnam und Deutschland.

Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Truppen aus Deutschland abzuziehen, wird – sofern sie nicht wieder rückgängig gemacht wird – die Verteidigungsfähigkeit der Nato auf gleich mehreren Ebenen schwächen, weit über die Zahl der betroffenen Soldaten hinaus. Und was die Dinge noch schlimmer macht: Die Art, wie der Kanzler seine weitgehend berechtigte Kritik vorgetragen hat, deutet nicht nur darauf hin, dass Trump empfindlich reagiert, sondern zeigt auch, wie schwer es deutschen Politikern regelmäßig fällt, US-Operationen zu kritisieren, ohne Anstoß zu erregen oder beleidigend zu wirken – ein Problem, das weit über Trump und Merz hinausreicht.

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