Bei einem Angriff im behaupteten Kampf gegen Drogenhandel hat das US-Militär drei Menschen getötet. US-Außenminister Marco Rubio reist zu Gesprächen in die Karibik.
24. Februar 2026, 1:48 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, spr
Die USA haben ein weiteres Boot mit angeblichen Drogenschmugglern in der Karibik angegriffen. Dabei seien drei Männer getötet worden, teilte das zuständige Regionalkommando (Southcom) mit. Auf sozialen Netzwerken warf das Militär den Toten vor, im Drogenhandel aktiv gewesen worden zu sein. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das den Angaben zufolge zeigen soll, wie das Boot nach einem Angriff explodiert.
Die US-Armee hat seit Herbst vergangenen Jahres mehr als 40 Boote in der Karibik und im Pazifik angegriffen. Nach eigenen Angaben verfolgt sie damit das Ziel der Regierung von US-Präsident Donald Trump, internationalen Drogenschmuggel zu unterbinden. Offiziellen Angaben zufolge wurden dabei bereits mindestens 145 Menschen getötet.
Bislang haben die USA allerdings nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind und stufen sie als außergerichtliche Hinrichtungen ein. Hinterbliebene von Opfern der Angriffe haben die US-Regierung verklagt.
Rubio will mit Karibikstaaten beraten
US-Außenminister Marco Rubio hat indes seine Teilnahme am Gipfeltreffen des karibischen Staatenbündnisses Caricom in dem Inselstaat St. Kitts und Nevis bestätigt. Bei dem Austausch am Mittwoch wolle der Minister die Zusammenarbeit mit den Caricom-Staaten bekräftigen, über illegale Migration in die USA beraten und sich für die Stabilität in der Region einsetzen, teilte sein Sprecher mit und verwies auf Kuba und Venezuela.
Anfang des Jahres hatte die US-Regierung den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro abgesetzt und angekündigt, dass kein venezolanisches Öl mehr nach Kuba geliefert werde. Wenig später unterzeichnete Trump eine Anordnung, die Zölle auf alle Länder vorsieht, die Öl nach Kuba verkaufen oder liefern. Durch die Ölblockade befindet sich das kubanische Gesundheitssystem nach Regierungsangaben vor dem Kollaps. Kritik an dem US-Ölembargo übten auch die Vereinten Nationen.

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