Unwetter und Hitzerekorde: Wo es am Sonntag heftig wird

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Während am frühen Sonntagmorgen bereits über den Westen Deutschlands heftige Gewitter gezogen sind, müssen sich nun andere Gegenden auf Unwetter gefasst machen. Laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist insbesondere Ostdeutschland betroffen. Bis zum Mittag liegt der Gewitterschwerpunkt demnach in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Teilweise liege das an einer Gewitterfront, die aus Niedersachsen kommend im Tagesverlauf nach Osten zieht. Gleichzeitig würden aber auch stetig neue Gewitter entstehen, etwa über dem Thüringer Wald.

Verantwortlich dafür ist schwüle, heiße Luft. »Die Luftmasse birgt heute das Potenzial, dass örtlich wirklich kräftige Gewitter sich noch entwickeln können, die in den Unwetterbereich gehen«, erklärt ein Sprecher des DWD in Leipzig. Verbreitet liegen die Temperatur-Höchstwerte heute laut Prognose erneut über der 30-Grad-Marke. Dies sorge zusammen mit hoher Luftfeuchte für reichlich Gewitterpotenzial, so der Experte.

Teilweise könne auch die höchste Warnstufe erreicht werden. In dem Fall gelte unmittelbare Gefahr für Leib und Leben, neben Blitzeinschlägen kann es zu extrem heftigem Starkregen und Hagelschlag verbunden mit Orkanböen. Ein Blick auf die Wetter-App am Morgen reicht nicht aus, um sich zu schützen. »Vor allem die ortsgenaue Vorhersage sommerlicher Wärmegewitter ist extrem schwierig«, heißt es vom DWD. Denn solche Gewitter entstünden oft innerhalb weniger Minuten.

Wer vom Unwetter überrascht wird, soll nach Empfehlung der Experten Abstand von Bäumen, Masten und Gewässern halten und darauf achten, nicht der höchste Punkt in der Umgebung zu sein. Wer in Gruppen unterwegs ist, sollte deutlichen Abstand zueinander halten, mindestens einen Meter. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfestes wurden in Rastatt in der Nacht zum Samstag neun Menschen verletzt.

Neben den Unwettern warnt der DWD auch vor extremer Hitze, für weite Teile Deutschlands gelten am Sonntag Hitzewarnungen , was für Menschen zu einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme führen kann. Der DWD rät dazu, sofern möglich die Hitze zu vermeiden, genug Wasser zu trinken und die Innenräume kühl zu halten. Im Breisgau werden am Sonntag bis zu 38 Grad erwartet. Frankreich hat wegen der Hitzewelle teilweise Alkoholverbote erlassen.

Der Südwesten Deutschlands steuert auf den bislang heißesten Tag des Jahres zu. Für Montag werden bis zu 39 Grad erwartet. Damit könnte sogar der bisherige Temperaturrekord in Baden-Württemberg für einen Juni wackeln. Dieser liegt bei 38,9 Grad – gemessen am 30. Juni 2019 in Mannheim.

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