In den kommenden Jahren drohen in Deutschland laut Angaben des Umweltbundesamtes mehr Hitzewellen. „Wenn wir in fünf oder zehn Jahren auf heute zurückblicken, werden wir mit großer Gewissheit sagen, dass 2026 ein eher kühles Jahr war“, so der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Ende Juni hatte es in Deutschland Rekordtemperaturen von über 40 Grad gegeben. Er fügte hinzu: „Ich finde es irritierend, wie wenig wir als Gesellschaft über die mehreren Tausend Hitzetoten gesprochen haben, die es Ende Juni und Anfang Juli bei uns gab. Die Hitzetoten scheinen unsichtbar zu bleiben.“
Der durch den Klimawandel bewirkte Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur werde zu extremeren Sommertemperaturen beitragen, „als wir sie im Augenblick erleben“, sagte Messner. In Berlin werde es um 2050 regelmäßig so heiß werden, wie jetzt in Madrid. „Zur Mitte des Jahrhunderts rechnen wir mit zehn zusätzlichen Hitzetagen im Vergleich zu heute“, fügte er hinzu. „Bis 2100 können es sogar 28 zusätzliche Hitzetage werden. Hinzu kommt: Es wird auch noch mehr lange, mehrtägige Hitzephasen geben, wo es auch nachts kaum mehr abkühlt. Und natürlich wird es insgesamt heißer werden.“ Das werde zu enormen Belastungen für die Menschen, die Verkehrsinfrastruktur und die Gesundheitsversorgung führen.










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