Die Ukraine hat bei Oserne ihre Position gehalten oder ist sogar vorgerückt. Russland bereitet laut Experten mögliche Angriffe in der Region Donezk vor.
Aktualisiert am 4. August 2026, 9:52 Uhr
Ukrainische Kräfte sind kürzlich in Richtung Slowjansk vorangekommen oder haben dort ihre Positionen gehalten. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisiertes Material vom 2. August zeigt demnach russische Angriffe auf eine ukrainische Position am Ufer eines Sees nordwestlich der Stadt Oserne, die nordöstlich von Slowjansk in der Region Donezk liegt. Russische Quellen hatten zuvor behauptet, Russland halte hier seine Positionen.
In den Städten Slowjansk und Kramatorsk greifen russische Kräfte nach Angaben des Staatlichen Katastrophenschutzes der Ukraine weiterhin zivile Infrastruktur an. Das ISW vermutet, dass Russland damit Anwohnende aus den Städten vertreiben wolle, um dort möglicherweise geplante Angriffe durchzuführen. Das Institut hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass russiche Truppen an oder in diese beiden Städte in naher Zukunft vorrücken werden.
Russland wiederholt laut ISW zudem Teile seiner im vergangenen Jahr bereits gezeigtn Abriegelung des Kampfgebietes aus der Luft (englisch: Battlefield Air Interdiction), um mögliche Angriffe gegen den Festigungsgürtel in der Region Donezk vorzubereiten. Hierbei greifen Luftstreitkräfte Ziele im unmittelbaren Hinterland hinter der Frontlinie an, um Kampfhandlungen in naher Zukunft zu beeinflussen, wie das ISW schreibt. Hauptziel sei, die ukrainischen Kräfte von ihrer logistischen Versorgung abzuschneiden. Im Sommer und Herbst vergangenen Jahres hatte Russland mit einer solchen Strategie die Voraussetzungen für seine Vorstöße bei Pokrowsk und Huljajpole geschaffen.
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