Mit nur zwei Sätzen hat es Schauspieler Timothée Chalamet geschafft, Opernhäuser auf der ganzen Welt gegen sich aufzubringen. In einem Gespräch mit Matthew McConaughey – wohlgemerkt ebenfalls Schauspieler – zog der 30-Jährige freimütig über Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen der Kulturbranche her.
»Ich möchte nicht beim Ballett oder an der Oper arbeiten«, lästerte Chalamet. Oder in Bereichen, »über die man sagt, ›Hey, erhaltet diese Sache am Leben‹, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert«. Er habe zwar, so fügte Chalamet schnell an, großen Respekt »für alle Opern- und Ballettleute da draußen«. Witzelte dann aber weiter: »Ich habe gerade 14 Prozent meiner Zuschauer verloren.«
Opernhäuser weltweit reagieren auf Chalamets Angriff
Obwohl das Gespräch zwischen Chalamet und McConaughey bereits vor zehn Tagen veröffentlicht worden war, rückte die kurze Szene erst jetzt ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit – auch weil Opernhäuser nun darauf reagiert haben.
Die Metropolitan Opera in New York veröffentlichte einen Zusammenschnitt von Mitarbeitenden, die hinter den Kulissen an Produktionen des renommierten Hauses beteiligt sind. Menschen, die Kostüme nähen, Bühnenbilder bauen, Instrumente spielen, dirigieren. Am Ende sieht man ein begeistertes Publikum in einem ausverkauften Konzertsaal. Überschrieben ist das Video mit den Worten »Das hier ist für dich, Timothée Chalamet«.
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Die Canadian Opera nahm Chalamets Aussage zum Anlass, eine Umfrage zu starten – und Menschen nach ihren Gedanken zur Oper zu befragen. Zu dem Clip schrieb der Account des Opernhauses: »Ich weiß es nicht, Timmy. Die Zukunft der Oper sieht für uns ziemlich gut aus.«
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Ähnlich verfuhr die Staatsoper in Wien, die ebenfalls eine Umfrage vor der eigenen Haustür startete und in Chalamets Richtung hinterherschob: »Betrachte dies als deine persönliche Einladung nach Wien. Unsere Bühne erwartet dich.«
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Die Los Angeles Opera veröffentlichte ein Foto einer aktuellen Produktion und schrieb dazu: »Tut uns leid, Timothée Chalamet. Wir würden Ihnen gern Freikarten für Akhnaten anbieten, aber die Veranstaltung ist fast ausverkauft. Es sind noch einige wenige Plätze verfügbar. Wenn Sie sich beeilen.«
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Auch deutsche Opernhäuser äußerten sich in Richtung Chalamet. Die Staatsoper in Hamburg nahm die Aussage des US-Schauspielers zum Anlass, um den eigenen Mitarbeitenden zu danken, das Bayerische Staatsballett postete einen Zusammenschnitt von Chalamets Aussagen und dem eigenen, begeistert klatschenden Publikum.
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Die Postings – egal ob in den USA oder in Europa – bekamen schnell Unterstützung aus der ganzen Welt. Instagram-Nutzer vergaben Hunderttausende Likes, Chalamet erntete in den Kommentaren teils heftige Kritik.
Alles nur PR?
Timothée Chalamet war in den vergangenen Wochen immer wieder wegen seines breitbeinigen Auftretens in Interviews aufgefallen. Schuld daran könnte auch seine aktuelle Rolle sein: In »Marty Supreme« mimt Chalamet den gleichnamigen, ziemlich nonchalanten Tischtennisspieler. Chalamet, der für seine Performance einen Golden Globe gewann und derzeit für einen Oscar nominiert ist, ist bekannt dafür, seine Rollenpersona in die Realität zu verlängern – und sich auch in Interviews an den gespielten Charakteren zu orientieren.
Ob die PR-Strategie nun aber wirklich der Grund war, um über Kollegen aus anderen Teilen der Branche zu lästern, hat Chalamet bislang nicht aufgeklärt. Opern- und Ballettfans würde das aber vermutlich sowieso nicht besänftigen.

vor 3 Stunden
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