0,2 Sekunden Vorsprung – Bronze für Maier
Biathlet Marco Maier hat zum Auftakt der Paralympischen Spiele in Italien dank eines fehlerfreien Schießens und mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung Bronze im Sprint gewonnen. Der 26-Jährige sicherte sich die Medaille in der stehenden Klasse trotz Trainingsrückstands nach einer überstandenen Krankheit hinter den beiden Chinesen Jiayun Cai und Xiaobin Liu.
»Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Das Ganze zu realisieren, dauert noch ein bisschen. Ich bin einfach happy, weil ich auch krank war. Ich wusste am Morgen noch nicht, ob ich bei den Bedingungen laufen kann. Aber es hat funktioniert und hat Spaß gemacht«, sagte Maier.
Für den 27-Jährigen, der wegen der verhältnismäßig hohen Temperaturen in kurzer Hose gestartet war, ist es nach seinem überraschenden Doppel-Silber in Peking vor vier Jahren die dritte paralympische Medaille.
Auch Wicker mit Bronze im Sprint
Zuvor hatte Anja Wicker gleich in ihrem ersten Rennen eine Medaille geholt. Die Stuttgarterin gewann zum Auftakt der Wettbewerbe im Sprint über 7,5 Kilometer der sitzenden Startklasse in Tesero Bronze. Gold ging an die überragende Amerikanerin Oksana Masters. Sie triumphierte nach fehlerfreier Schießleistung vor ihrer Teamkollegin Kendall Gretsch (0/+16,0 Sekunden). Gesamtweltcupsiegerin Wicker hatte nach zwei Schießfehlern 1:11,1 Minuten Rückstand.
»Es ist unglaublich, dass ich das gleich am ersten Wochenende geschafft habe, wenn die Eltern und Freunde da sind. Ich habe ein breites Grinsen. Ich habe es mit den zwei Fehlern super spannend gemacht, es war mega eng. Ich hoffe, dass ich die anderen motiviert habe«, sagte Wicker.
Andrea Eskau am Schießstand
Foto: Martin Schutt / dpa»Uralt« – 54-jährige Eskau zum neunten Mal dabei
Bei dem dritten Platz von Anja Wicker wurde Andrea Eskau Achte (von 14). Für die 54-Jährige ist es die neunte Teilnahme bei den Paralympics. »Ich bin uralt verglichen mit allen anderen«, sagte Eskau der Nachrichtenagentur dpa vor Beginn des Sprintrennens. »Die Nächstjüngere in meiner Division ist 20 Jahre jünger. Das ist in Ordnung, dass die besser sind. Die ein oder andere hinter mir zu lassen, habe ich aber auf jeden Fall als Ziel.«
Die querschnittsgelähmte Sportlerin möchte an allen Einzelwettbewerben teilnehmen – jeweils drei im Biathlon und im Langlauf. »Ich bin vor allem noch einmal hier, um tolle Paralympics zu erleben«, betont Eskau, die bei Sommer- und Winterspielen jeweils allein vier Goldmedaillen gewonnen hat. Über die 7,5 Kilometer am Samstag blieb Eskau zwar fehlerfrei, hatte aber läuferisch keine Chance (+2:35,7).
Im Sprint der stehenden Klasse bei den Männern hatte war Alexander Ehler am Schießstand ebenfalls fehlerfrei geblieben und belegte Platz neun - Ehler ist 56 Jahre alt.
Walter mit drittem Edelmetall
Gemeinsam mit Guide Christian Krasman bescherte Leonie Walter dem deutschen Biathlon-Team einen starken Start, indem sie in der Klasse der sehbehinderten Biathletinnen fehlerfrei zu Bronze lief. Den Sieg holte die Chinesin Yue Wang vor der Tschechin Carina Edlingerova. Medaillenanwärterin Johanna Recktenwald lief mit Guide Emily Weiss nur auf Platz fünf, während Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann Rang sieben belegte.
Zeitplan, Sportarten, Medaillenspiegel: Alles Wichtige zu den Paralympics 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo lesen Sie hier

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