In der chinesischen Stadt Hangzhou arbeitet seit Kurzem ein Roboterpolizist: Sein Einsatzgebiet ist eine stark befahrene Kreuzung in der City, dort überwacht der 1,88 Meter große und 98 Kilogramm schwere Roboter namens T2 den Verkehr.
Er erkennt beispielsweise, ob E-Bike-Fahrer einen Helm tragen und spricht gegebenenfalls eine höfliche Warnung aus, erklärte Cao Hui, Leiter des Innovationszentrums für intelligente unbemannte Systeme bei Supcon der Nachrichtenagentur Reuters. Supcon ist die Firma, die T2 entwickelt hat. Auch Fahrzeuge, die nicht rechtzeitig bremsen und Fußgänger, die bei Rot über die Straße gehen, werden demnach von T2 registriert. Der Robopolizist nutzt dafür Kameras, Radar und Bordcomputer.
T2 ist den Angaben nach Teil eines Pilotprojekts, das darauf abzielt, einige der sich wiederholenden Verkehrskontrollaufgaben der Polizei an Maschinen zu übertragen. Deshalb soll T2 auch Fragen zu Wegbeschreibungen, zum Parken und zu gültigen Verkehrsregeln beantworten. Zusätzlich enthalten die Roboter eine Notfunktion, die einen mit der örtlichen Polizei verbindet.
Laut Cao hat das Unternehmen die Maschinen Tausende Stunden lang in Touristengebieten, Schulzonen, Geschäftsvierteln, im Berufsverkehr und auch bei schlechtem Wetter getestet. Die Genauigkeit der Verstoßerkennung liegt demnach bei über 95 Prozent.
Cao erklärte weiter, die Roboter arbeiteten von sieben bis 18 Uhr autonom und bewegten sich ohne Fernsteuerung zwischen voreingestellten Positionen an Kreuzungen. Eine zentrale Plattform ermögliche es der Verkehrspolizei, die Roboter zu überwachen und zu steuern. »Der Roboter wird nicht müde«, sagte Cao. »Er kann über lange Zeiträume zuverlässig arbeiten.«

vor 1 Stunde
1











English (US) ·