SZ am Abend: Nachrichten vom 4. Juni 2026

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Was heute wichtig war

Wadephul nach gescheiterter Wahl in UN-Sicherheitsrat angeschlagen. Deutschland scheitert erstmals bei einer Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat und erreicht nur 104 von 127 nötigen Stimmen. Die Opposition sieht das Scheitern als Quittung für eine Außenpolitik, die international an Glaubwürdigkeit eingebüßt habe. Auch aus den Koalitionsparteien kommen Rufe nach Änderungen in der deutschen Außenpolitik und Kritik am Umgang mit dem Völkerrecht. Zum Artikel

EXKLUSIV: Reparaturstau bei der Bundeswehr gefährdet Deutschlands Verteidigungsfähigkeit. Die Heeresinstandsetzungslogistik GmbH (HIL) warnt in einem internen Lagebericht vor einem Reparaturstau bei Bundeswehr-Panzern durch fehlende Ersatzteile. Nach intensiven Übungen sinke zudem die Einsatzfähigkeit mancher Fahrzeugtypen auf rund 30 Prozent, obwohl mindestens 70 Prozent verfügbar sein sollten. Im Mai war nicht einmal die Hälfte der Panzerhaubitze 2000 einsetzbar, auch bei Marder und Boxer hingen fast die Hälfte der Fahrzeuge in Reparaturschleifen fest. Zum Artikel

Pflege-Reform: Die Pflege wird für viele teurer. Höhere Beiträge für Kinderlose und Gutverdiener, mehr Eigenanteile für Heimbewohner, härtere Regeln für die Einstufung in Pflegegrade: Eine Reform soll die Versicherung stabiler aufstellen. Andernfalls drohen Milliardendefizite. Zum Artikel

US-Repräsentantenhaus stimmt für Ende des Iran-Kriegs. Das US-Repräsentantenhaus fordert Trump mit 215 zu 208 Stimmen auf, US-Truppen aus Iran abzuziehen oder Kongress-Zustimmung einzuholen. Trump hatte den Iran-Krieg Ende Februar ohne Kongress-Mitwirkung begonnen und die 60-Tage-Frist für eine Zustimmung ignoriert. Vier Republikaner schlossen sich den Demokraten an, was wachsendes Unbehagen über den Krieg vor den Zwischenwahlen signalisiert. Zum Artikel

Hisbollah lehnt Waffenruhe mit Israel ab. Bisher konnte keine Waffenruhe in Libanon Ruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz schaffen. Ein erneuter Anlauf wird von der Hisbollah zurückgewiesen. Der Chef der libanesischen Miliz, Naim Kassim, bezeichnet die Verhandlungen zwischen Libanon und Israel als „Farce“ und forderte die libanesische Führung auf, die direkten Verhandlungen mit Israel zu beenden. Wann es zu einer vollständigen Waffenruhe in der Region kommt, ist ungewiss. Zum Nahost-Liveblog

Wirtschaft löst laut neuer Umfrage Migration als zentrales Problem ab. Nur 13 Prozent der Bürger bewerten die wirtschaftliche Lage in Deutschland positiv, sieben Prozentpunkte weniger als im Januar und so wenig wie zuletzt während der Eurokrise Ende der 2000er-Jahre. Das ergab die jüngste Befragung von Infratest dimap für den ARD-„Deutschlandtrend“. Die deutliche Mehrheit (85 Prozent) bewertet die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland als weniger gut oder schlecht. 27 Prozent nennen den Angaben zufolge die wirtschaftliche Lage als wichtigste Aufgabe für die Politik. Erst dahinter folge der Themenbereich Zuwanderung und Flucht mit 21 Prozent. Zum Liveblog zur Bundespolitik

Französisch-iranische Künstlerin Marjane Satrapi ist tot. Satrapi galt als wichtige Stimme für Meinungsfreiheit und Frauenrechte und prägte mit ihren Werken das Bild Irans weltweit. Mit ihrer autobiografischen Erzählung über eine Kindheit in Iran nach der islamischen Revolution befeuerte sie den Boom der Graphic Novels. Jetzt ist die Comic-Künstlerin, Autorin und Regisseurin im Alter von 56 Jahren gestorben. Zum Nachruf

Ermittlungen gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino. Die Staatsanwaltschaft Fribourg ermittelt nach einer Anzeige gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino. Der Streit dreht sich um Vorwürfe, die Fifa decke mafiöse Machenschaften im Spielerberaterbereich, wo 2025 weltweit 1,37 Milliarden Dollar ausgeschüttet wurden. Bald sollen Infantino und weitere Fifa-Vertreter dazu vernommen werden.
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EU bereitet Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau vor. Die EU bereitet nach Angaben der zyprischen Ratspräsidentschaft die formelle Eröffnung erster Verhandlungen für einen Beitritt der Ukraine und Moldaus vor. Im Idealfall sollen die Gespräche bereits am 15. Juni am Rande eines EU-Ministertreffens in Luxemburg beginnen. Die Beitrittsverhandlungen waren zwar schon im Juni 2024 eröffnet worden, der Start des ersten Verhandlungsclusters mit der Ukraine blieb jedoch wegen eines ungarischen Vetos blockiert. Nach der Abwahl von Viktor Orbán im April kommt nun wieder Bewegung in den Prozess. Zum Liveblog zum Krieg in der Ukraine

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