SZ am Abend: Nachrichten vom 10. Juni 2026

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Was heute wichtig war

DIW-Prognose: Deutsche Wirtschaft rutscht in die Rezession. Das DIW-Institut prognostiziert für Deutschland eine technische Rezession im zweiten und dritten Quartal mit nur noch 0,5 Prozent Wachstum für das gesamte Jahr. Der Iran-Krieg und steigende Energiepreise treiben die Inflation auf 2,9 Prozent in diesem Jahr und bremsen die deutsche Wirtschaftserholung ab. DIW-Präsident Fratzscher fordert statt einer Verlängerung des Tankrabatts eine zielgenaue Energiekostenpauschale für Menschen mit geringem Einkommen. Zum Artikel

Der Tankrabatt wird nicht verlängert. Zwei Monate lang senkte die Koalition künstlich die Spritpreise, Ende Juni soll damit nun Schluss sein. Der wegen hoher Ölpreise eingeführte, rund 1,6 Milliarden Euro teure Tankrabatt läuft Ende des Monats aus. Die Koalition von Union und SPD habe sich darauf verständigt, das Instrument nicht zu verlängern, erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus Koalitionskreisen. Ein Ersatz sei erst einmal nicht geplant. Man werde aber reagieren, sollte die Lage am Persischen Golf erneut eskalieren und die Ölpreise abermals stark steigen lassen. Zum Artikel

Rassistisch motivierte Unruhen erschüttern Belfast. Bei Protesten in der nordirischen Hauptstadt Belfast sind mehrere Fahrzeuge in Brand gesetzt worden. Britische Medien berichten über brennende Häuser und blockierte Straßen. Mehrere Hundert Menschen hatten sich zuvor in der Stadt versammelt, um gegen Einwanderung zu demonstrieren. Auch Gegendemonstranten waren auf der Straße. Hintergrund der Ausschreitungen ist ein Video eines Messerangriffs, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmaßlicher Täter ist ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes angeklagt. Zum Artikel

Neue Eskalation zwischen den USA und Iran. Iran schoss am Dienstag einen US-Hubschrauber über dem Persischen Golf ab, worauf die USA mit Luftangriffen auf iranische Stellungen reagierten. Trump bezeichnete den Abschuss nun als „keine große Sache“ und sagte, er wolle den Konflikt durch Diplomatie beenden, nicht durch weitere Bombardements. Parallel zu den Angriffen laufen die Gespräche über ein Abkommen zwischen den beiden Ländern weiter, sie werden jedoch auch durch den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah belastet. Zum Artikel

Unicredit sammelt weitere Commerzbank-Aktien ein. Unicredit steuert auf eine Mehrheit bei der Commerzbank zu. Die italienische Großbank hat sich weitere Commerzbank-Aktien gesichert und hält nun 37,68 Prozent, mit Termingeschäften sogar 40,9 Prozent. Die Commerzbank wirft Unicredit marktmanipulative Kommunikation vor und vermutet unerlaubte Absprachen mit Investmentbanken bei der Aktieneinreichung, was ein Gesetzesverstoß oder sogar eine Straftat sein könnte. Unicredit weist die Vorwürfe zurück.
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Ein totes Schulkind und viele Verletzte bei schwerem Busunglück in Oberbayern. Bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Dachau ist ein Junge ums Leben gekommen. Rettungskräften zufolge starb das Kind noch am Unfallort. Laut der Polizei wurden weitere Kinder und eine Lehrerin schwer verletzt. Die Schulkinder aus der zweiten und dritten Klasse sollen mit einem Reisebus auf einem Schulausflug gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Reisebus mit einem Linienbus kollidiert. Die Unglücksursache ist noch unklar. Zum Artikel

Nationalist Modi löst Demokratie-Pionier Nehru als dienstältesten Regierungschef ab. Narendra Modi ist seit Mittwoch länger Premierminister als Jawaharlal Nehru, der erste Regierungschef der unabhängigen Republik Indien. Modi überholte Nehru nach 4399 Tagen im Amt und seine Anhänger feiern dies als Triumph des Hinduismus über die säkulare Staatsidee. Während Nehru als Architekt der indischen Demokratie gilt, wird Modi vorgeworfen, Indien durch Hindu-Nationalismus zu spalten und Minderheiten zu diskriminieren. Zum Artikel

Fußball-WM 2026 Blockaden, Demos und Proteste zum WM-Auftakt in Mexiko. Lehrer aus dem ganzen Land und Angehörige von Opfern der Drogenkartelle planen für Donnerstag zum WM-Auftakt Großkundgebungen in Mexiko-Stadt. Die mexikanische Präsidentin Sheinbaum verspricht dennoch einen friedlichen WM-Verlauf und will nicht repressiv gegen Demonstranten vorgehen. Die Regierung hat für Donnerstag Schulunterricht ausgesetzt und Homeoffice angeordnet, um den Verkehr zu entspannen. Zum Artikel

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