Swetlana Gannuschkina: "Der Sohn ist tot, und sie spaziert im Pelzmantel daher!"

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Swetlana Gannuschkina kämpft für Menschenrechte – und lebt in Russland. Ein Gespräch darüber, wie die russische Gesellschaft sich in den vier Kriegsjahren verändert hat.

Aus der ZEIT Nr. 12/2026 Aktualisiert am 18. März 2026, 12:19 Uhr

 Swetlana Alexejewna Gannuschkina, 84, ist Menschenrechtsaktivistin und aus Sicht des russischen Regimes eine "ausländische Agentin".
Swetlana Alexejewna Gannuschkina, 84, ist Menschenrechtsaktivistin und aus Sicht des russischen Regimes eine "ausländische Agentin". © Hanna Wiedemann für DIE ZEIT

DIE ZEIT: Frau Gannuschkina, Sie sind Menschenrechtsaktivistin in Russland. Warum sind Sie noch frei?

Swetlana Gannuschkina: Auch ich gelte mittlerweile als ausländische Agentin. Ich muss Strafen zahlen. Ich fühle Druck. Aber zwei Dinge schützen mich.

ZEIT: Welche?

Gannuschkina: Zum einen mein Alter. Ich bin gerade 84 Jahre alt geworden. Ich glaube, es ist zu beschämend, eine einigermaßen bekannte Greisin einzusperren. Zum anderen hat mich bis zuletzt wohl auch geschützt, dass ich ein gutes Arbeitsverhältnis zu Tatjana Moskalkowa hatte.

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