Spanische Exklave Ceuta: Von der Leyen fordert stärkere europäische Außengrenzen

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Die EU müsse mehr für die Stärkung der Grenzen tun, fordert Kommissionspräsidentin von der Leyen in einem Brief an Sánchez. Die EU-Innenminister beraten morgen zu Ceuta.

Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, AFP, Aktualisiert am 3. August 2026, 14:28 Uhr

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 EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schreibt in einem Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, dass mehr gegen die illegale Einwanderung getan werden müsse.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schreibt in einem Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, dass mehr gegen die illegale Einwanderung getan werden müsse. © John Thys/​AFP/​Getty Images

Es müsse mehr getan werden, um die Grenzen der Europäischen Union an kritischen Punkten zu stärken, schreibt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. In dem Schreiben vom 3. August bekräftigte von der Leyen die Unterstützung der EU für Spanien im Kampf gegen die illegale Einwanderung, merkte aber gleichzeitig an, dass noch mehr getan werden müsse.

»In Zusammenarbeit mit Spanien, insbesondere in Bezug auf alles, was Ceuta und Melilla betrifft, könnten wir die Frühwarnsysteme für das Grenzmanagement verbessern und unsere technische und finanzielle Unterstützung für Marokko ausbauen«, schrieb von der Leyen in dem Brief, nachdem Zehntausende Migranten in der vergangenen Woche über die marokkanische Grenze in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gelangt waren.

Die Innenminister der Europäischen Union werden am Dienstag per Videokonferenz Gespräche über einen verbesserten Grenzschutz führen. Das Online-Treffen wurde auf Verlangen von 22 der 27 EU-Staats- und Regierungschefs anberaumt. 

EU-Innenminister beraten über Migration

»Es geht natürlich darum, darüber zu sprechen, dass sich solche Dinge nicht wiederholen«, sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hill in Berlin mit Blick auf Beratungen der EU-Innenminister. Der Vorfall habe gezeigt, »wie volatil die Lage beim Thema Migration ist«. Deshalb werde über den Schutz und die Kontrolle der EU-Außengrenzen gesprochen, sagte Hille, ohne sich zu Details zu äußern.

Spanien schätzt, dass in den vergangenen vier Tagen etwa 69.500 Migranten nach Marokko zurückgekehrt sind. Dies übertrifft die anfänglichen Schätzungen von rund 50.000 Ankünften in Ceuta am Donnerstag. Dabei kamen nach Angaben Spaniens mindestens 72 Menschen ums Leben. Einige der Migranten gaben an, sie seien abgereist, weil sie aufgrund von Ladenschließungen keine Lebensmittel bekommen hätten, auf Anfeindungen vonseiten der Einheimischen gestoßen seien und nicht in der Lage gewesen seien, auf das spanische Festland weiterzureisen.

Ceuta und die andere nordafrikanische Exklave Spaniens, Melilla, liegen an der marokkanischen Mittelmeerküste und sind regelmäßig mit Migranten konfrontiert, die nach Europa gelangen wollen.

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