„Sommer auf Asphalt“ im Kino: Der Boomer als „bunte Wurst“ im Fahrradkollektiv

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Zu den Gruppen, die in den Identitätskämpfen der Gegenwart bisher meist hinten anstehen mussten, weil sie ja lange ganz vorn waren, zählen weiße Boomer aus der Provinz. Der Friseur Norbert ist so einer. Er fällt erst in dem Moment auf, da er sich in Hamburg bei einem Fahrradkollektiv verdingt, und dort auch sofort als „bunte Wurst“ verunglimpft wird. Norbert zieht sich aber eben lieber auffällig an, wenn er schon am Rande der Verkehrsregeln durch die Stadt fährt, um Essen zu liefern. Dass er überhaupt in diese Situation kommt, hat damit zu tun, dass er seine Tochter Valeska besuchen kam. Angekündigt hatte er sich nicht, dazu ist seine Angelegenheit zu dringend. Er muss Les, wie sie überall genannt wird, nämlich davon in Kenntnis setzen, dass in seinem Kopf etwas Gefährliches wächst. In Les wächst auch etwas, ein Kind nämlich, das in sieben Monaten auf die Welt kommen würde. Doch dazu wird es nicht kommen, denn Les will ihre Schwangerschaft abbrechen. „Ich bin mir sicher.“

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