Die Bedeutung des Themas Klimawandel ist laut der Sinus-Jugendstudie in den vergangenen Jahren gesunken. So bewerten 42 Prozent das Thema als „sehr wichtig“, 17 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2021, wie die Krankenkasse Barmer als Auftraggeberin der Studie am Montag in Berlin mitteilte. Auch der Anteil der Jugendlichen mit „großer Angst“ vor der Erderwärmung sei in dem Zeitraum von 39 auf 31 Prozent zurückgegangen.
Der Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse, Christoph Straub, sagte, es sei gut möglich, dass der Klimawandel „durch die akuten anderen weltweiten Krisen emotional ein Stück weit in den Hintergrund geraten“ sei. Den Angaben zufolge rechnet gleichwohl mehr als die Hälfte der jungen Leute (52 Prozent) damit, dass der Klimawandel sich negativ oder eher negativ auf ihre Gesundheit auswirken wird.
Die meisten Jugendlichen sind bereit, konkrete Maßnahmen zum Schutz des Klimas umzusetzen, wie aus der Studie hervorgeht. So könnten sich zum Beispiel 84 Prozent vorstellen, häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule oder zur Ausbildung zu fahren. Genauso viele würden „bestimmt“ oder „eher“ Verpackungen vermeiden, 80 Prozent beim Einkauf regionale und Bioprodukte bevorzugen. Ganz auf Fleisch zu verzichten könnten sich dagegen nur 35 Prozent der Befragten vorstellen, keine Milchprodukte zu essen sogar nur 30 Prozent. Bei fast allen Themen seien Mädchen deutlich handlungsbereiter als Jungen, heißt es in der Studie. 76 Prozent von ihnen könnten sich vorstellen, für den Schutz des Klimas Second-Hand-Kleidung einzukaufen, aber nur 57 Prozent der Jungen. Fast die Hälfte der Mädchen (48 Prozent) gibt demnach an, weniger Fleisch essen zu wollen, bei den Jungen bekundeten dies nur 24 Prozent.










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