Die EU-Kommission hat entschieden, dass der Bund beim Rüstungskonzern KNDS einsteigen darf. Deutschland soll so die gleichen Rechte bekommen wie Frankreich.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, jaca Aktualisiert am 18. Juni 2026, 13:23 Uhr
Der Bund darf mit 40 Prozent beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS einsteigen. Die EU-Kommission in Brüssel erlaubte die Beteiligung an dem Unternehmen. Es stellt unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 her. Der Bund soll bei KNDS die gleichen Rechte bekommen wie der französische Staat.
Laut Medienberichten ist der Hintergrund für den Einstieg des Bundes bei dem Unternehmen, dass die deutschen Eigentümerfamilien ihre Anteile verkaufen wollen. Der Bund will demnach in Zukunft 40 Prozent der Anteile halten. Diese Menge soll jedoch in den kommenden Jahren auf 30 Prozent verringert werden. Auch der französische Staat ist mit einem Anteil von 40 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Federführend ist das Bundeswirtschaftsministerium mit dem Geschäft betraut.
Laut eigenen Angaben hat der Rüstungskonzern mehr als 11.000 Beschäftigte und einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Demnach belief sich der Auftragsbestand 2025 auf 33,1 Milliarden Euro. KNDS stellt auch das Militärtransportfahrzeug Boxer sowie Artillerie und Munition her.
Fast ein Drittel der Standorte liegen in Deutschland
Elf der KNDS-Standorte liegen in Deutschland. Weltweit sind es 34. Nach Unternehmensangeben gibt es Werke in Hamburg, Remscheid und Mühlheim an der Ruhr sowie im thüringischen Ebeleben. In Frankreich hat der Konzern zehn Standorte.
Dass die Bundesregierung bei dem Unternehmen einsteigen möchte, war im Mai bekannt geworden.

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