Der frühere Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) steht künftig in Diensten der dänischen Investmentgesellschaft Urban Partners. Das gab das international tätige Unternehmen mit Sitz in Kopenhagen in einer Mitteilung bekannt.
Habeck werde das Unternehmen ab 1. August als Senior Advisor unterstützen, hieß es. Der Ex-Minister solle helfen, die Forschungsaktivitäten des Unternehmens voranzutreiben, besonders in den Bereichen Stadtentwicklung und der Frage, wie privates Kapital den Ausbau von bezahlbarem Wohnraum in schnell wachsenden städtischen Gebieten unterstützen könne.
»Die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor ist der Kern unserer DNA als Investor, und Dr. Habeck bringt unschätzbare Erfahrungen und eine beeindruckende Erfolgsbilanz im öffentlichen Dienst mit, die an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit und Privatwirtschaft liegen«, sagte Jens Stender, Co-Chef von Urban Partners.
»In unseren Städten entscheidet sich der Erfolg der großen Transformationen unserer Zeit«, wird Habeck in der Mitteilung zitiert. Wer Wohnraum, öffentlichen Raum und Infrastruktur verbessere, trage gleichzeitig zum sozialen Zusammenhalt, zur Nachhaltigkeit und zur wirtschaftlichen Stärke bei.
Er wolle versuchen, das skandinavische Modell, in dem die Pensionskassen in die öffentliche Infrastruktur und auch in den Städte- und Wohnungsbau investieren, auf Deutschland zu übertragen, sagte Habeck. Ziel sei es, »klimagerechte, klimaneutrale aber auch bezahlbare Wohnungen in deutschen Städten zu bauen«, so Habeck.
Das 2005 unter dem Namen Nerp gegründete Unternehmen verwaltet nach eigenen Angaben inzwischen ein Vermögen von 25 Milliarden Euro. In Deutschland sind demnach 36 Mitarbeiter in Niederlassungen in Frankfurt, München und Berlin beschäftigt. Zu den jüngsten Investitionen zählen Logistikimmobilien in Ballungsräumen sowie Mehrfamilien-Mietwohnungen in Berlin, München und Hamburg, heißt es.
Habeck meldet sich mit Selfie-Video zu Wort
Habeck informierte auch über seine Social-Media-Kanäle über eine weitere berufliche Veränderung. Seine bisherige Arbeit als Analyst für Außen- und Geopolitik wolle er demnach fortsetzen.
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Allerdings nicht mehr wie bisher am Danish Institute for International Studies – einem hauptsächlich vom dänischen Staat finanzierten Thinktank –, sondern für die Copenhagen Business School. Dort werde er als Professor of Practice am Forschungscluster für Geopolitik, Sicherheit und Wirtschaft anfangen.
Keine Sitzordnung im Bundestag, Koalitionsverträge schon im Wahlkampf: Robert Habeck denkt laut über einen anderen Politikstil nach. Einen Bericht über Habecks Auftritt im SPIEGEL-Spitzengespräch im Berliner Admiralspalast Ende Mai lesen Sie hier.

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