Reichtum und politische Gesinnung: Was ist nur mit unseren Eliten los?

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In Deutschland flirten Unternehmer mit der AfD, in den USA setzen die Ultrareichen auf Trump. Woher die autoritäre Versuchung kommt und welche Schäden sie anrichtet.

1. März 2026, 19:43 Uhr

© Jacobia Dahm für ZEIT ONLINE

Seit Beginn seiner Präsidentschaft wird US-Präsident Donald Trump von den CEOs amerikanischer Großunternehmen umgarnt. Früher waren diese oft verlässliche Unterstützer der Demokraten, doch heute imponiert vielen der Gedanke an einen Chef, der "durchregiert" und selbst die Regeln macht, statt sich nur an sie zu halten. Auch in Deutschland wackeln Angehörige der bürgerlichen Elite. Sie liebäugeln offen mit der autoritären Versuchung durch die AfD. So dachte der Verband der Familienunternehmer zwischenzeitlich sogar laut darüber nach, Gesprächskanäle zu den Rechten zu öffnen. 

In einer neuen Ausgabe von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen Robert Pausch, Paul Middelhoff und Lisa Caspari über die Eliten in Deutschland und den USA. Warum driften viele nach rechts? Studien zeigen, dass es politisch libertäre und rechtskonservative Bewegungen immer gegeben hat. So zeigt das "politische Unternehmertum" Silvio Berlusconis in Italien durchaus Parallelen zum Aufstieg Donald Trumps in den USA. 

Wohin der moralische Verfall der Eliten im Extremfall führen kann, demonstrieren gerade die Epstein-Akten. Was sie über das Netzwerk und die Selbstsicherheit der Elite aussagen und wie sich ein Besuch im Ort der Superreichen anfühlt, ist außerdem Thema in dieser Wahlkreis-Ausgabe. 

Moderation: Lisa Caspari 

Produktion: Pool Artists 

Shownotes 

Elitenforscher Michael Hartmann über seine (enge) Definition der deutschen Elite 

Biebricher et al. "Oben-rechts" 

NYT-Essay über Epstein 

Roberts Interview mit Bijan Djir-Sarai 

Peter Thiel im Interview mit Ross Douthat

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