Reflecting Pool in Washington, D.C.: US-Gericht wirft Ex-Olympiateilnehmer Schaden an Wasserbecken vor

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Der grün verfärbte Reflecting Pool in der US-Hauptstadt ärgert Präsident Trump. Die Staatsanwaltschaft wirft einem Ex-Olympia-Kanuten nun Vandalismus vor.

Quelle: DIE ZEIT, AP, dpa, 3. Juli 2026, 1:42 Uhr

Reflecting Pool Washington D.C. David Hearn Vandalismus
Die Parkverwaltung hat den sogenannten Reflecting Pool in Washington nach der erfolglosen Sanierung eingezäunt. © Rahmat Gul/​picture alliance /​ AP Photo/​Rahmat Gul

In der Affäre um ein trotz kostspieliger Sanierung grün verfärbtes Wasserbecken in Washington, D. C. hat ein Gericht in der US-Hauptstadt Anklage gegen einen früheren Olympiateilnehmer erhoben. Laut Gerichtsunterlagen wirft die Staatsanwaltschaft ihm Sachbeschädigung vor. Die Jury an dem Gericht habe die Anklage zugelassen und werte den Fall als Straftat, teilte Generalstaatsanwältin Jeanine Pirro mit. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft.

Das rund 600 Meter lange Becken gehört zu den Wahrzeichen der US-Hauptstadt und liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Größere Aufmerksamkeit erlangte der sogenannte Reflecting Pool in den vergangenen Monaten, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Renovierung im Umfang von 14 Millionen Dollar veranlasst hatte. Trump wollte dem Becken einen blauen Schimmer verleihen. 

Wenige Tage nach dem Ende der Arbeiten färbten Algen den Pool aber wieder grün. Trump behauptete daraufhin, die Verfärbung gehe auf Vandalismus zurück. Bald darauf sagte er, Bundesbehörden hätten mehrere Menschen festgenommen, die den Reflecting Pool beschädigt hätten. Trump drohte mit langjährigen Haftstrafen.

67-Jähriger wollte nach eigenen Angaben Pool-Beschichtung prüfen

Der nun angeklagte Mann aus Bethesda im Bundesstaat Maryland hatte die USA dreimal im Kanuslalom bei Olympischen Spielen vertreten. Er besaß früher eine Firma, die Verbundmaterialien für den Bau von Wasserfahrzeugen herstellte. Seinen Angaben zufolge hatte er bei einer etwa 100 Kilometer langen Fahrradtour einen Stopp an dem Becken eingelegt. Der Nachrichtenagentur AP sagte der 67-Jährige, er habe ins Wasser gelangt, um die neue Beschichtung des Beckens zu prüfen. Er habe sofort losgelassen, als ihn ein Parkmitarbeiter dazu aufgefordert habe. Von Soldaten der Nationalgarde und der Parkpolizei sei er nach dem Vorfall fünf Stunden lang festgehalten worden, sagte er der AP.

Trump steht unter Erklärungsdruck, warum das von ihm angestoßene Renovierungsprojekt nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat. Der US-Präsident hatte für den 250. Unabhängigkeitstag am Samstag ein blaues Wasserbecken versprochen. Auch die hohen Kosten des Projekts und die Auftragsvergabe ohne Ausschreibung stehen angesichts der Verfärbung in der Kritik.

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