EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßt den Sieg der proeuropäischen Opposition in Ungarn. Auch andere EU-Spitzenpolitiker gratulieren Péter Magyar.
Aktualisiert am 12. April 2026, 22:51 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AFP, dpa, man
Führende europäische Politiker haben den Wahlsieg der proeuropäischen Oppositionspartei Tisza in Ungarn begrüßt. "Ungarn hat Europa gewählt", schrieb die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. Das Land kehre "auf seinen europäischen Weg zurück". Die Union werde stärker.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gratulierte dem Oppositionskandidaten Péter Magyar auf X zum Wahlsieg seiner Partei. Merz stellte eine Zusammenarbeit für ein starkes, sicheres "und vor allem geeintes" Europa in Aussicht.
Außenminister Wadephul (CDU) äußerte sich ebenfalls positiv zum Wahlergebnis. Die Bevölkerung in Ungarn habe sich für den politischen Wandel entschieden, schrieb Wadephul auf X. Er hoffe, "dass das Land jetzt wieder seine großen Chancen in und mit Europa nutzt". Wie wichtig den Menschen in dem EU-Staat ihre hart errungene Demokratie sei, zeige die beeindruckend hohe Wahlbeteiligung, schrieb der Außenminister.
Bürgerliche, proeuropäische Politik gewinnt Wahlen
EVP-Chef Manfred Weber (CSU) gratulierte dem Wahlsieger telefonisch. Die Wahl in Ungarn sei ein Signal gegen Europas Rechtspopulisten. "Die Rechtspopulisten in Europa verlieren heute Nacht ihre Identifikationsfigur", sagt Weber dem Spiegel. "Bürgerliche, proeuropäische Politik gewinnt Wahlen. Das ist das Signal dieser historischen Wahlnacht."
Auch der französische Präsident Emmanuel Macron beglückwünschte den Oppositionskandidaten. "Ich habe gerade mit Péter Magyar gesprochen, um ihn für seinen Sieg in Ungarn zu gratulieren!", teilte Macron auf X mit. Der Präsident schrieb auch von einem Sieg für Ungarn in Europa und dass das ungarische Volk an den Werten der Europäischen Union festhalte.
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot kommentierte: "Das ungarische Volk hat entschieden, einen Schlussstrich unter eine Macht zu ziehen, die sich zulasten der europäischen Souveränität in der Zerschlagung des Rechtsstaates und von Grundfreiheiten, Desinformation und Absprachen mit Russland verirrt hat".
Zuvor hatte der langjährige Regierungschef Viktor Orbán seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingestanden. Magyar teilte mit, Orbán habe ihn angerufen und ihm zum Wahlsieg gratuliert. Orbán hatte Ungarn die letzten 16 Jahre ununterbrochen regiert.

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