Primorsk: Ukraine greift russischen Ostseehafen an

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Die Ukraine hat in der Nacht erneut den russischen Ölverladehafen Primorsk an der Ostseeküste mit Drohnen angegriffen. „Im Zuge der Abwehr von Attacken auf Primorsk ist ein Feuer ausgebrochen, im Moment sind die Folgen des Brands liquidiert“, schrieb der Gouverneur des die Millionenstadt St. Petersburg umgebenen Gebiets Leningrad, Alexander Drosdenko, bei Telegram. Ölprodukte seien nicht ausgelaufen, betonte er. Seinen Angaben nach wurden über der Region mehr als 60 Drohnen abgeschossen.
Das unabhängige Portal Astra schrieb unter Berufung auf die Auswertung von Satellitenbildern, dass wohl das Ölterminal selbst und ein Flugabwehrsystem des Typs Panzir von Drohnen getroffen worden seien. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij teilte am Nachmittag mit, dass neben der Infrastruktur des Ölhafens auch ein russisches Kriegsschiff getroffen worden sei. Es handle sich um ein Raketenschiff, das mit modernen Kalibr-Marschflugkörpern ausgestattet sei. Russland hat in der Vergangenheit mehrfach ukrainische Städte mit Kalibr attackiert. Selenskijs Darstellung nach ist das Schiff nicht mehr einsatzfähig. Unabhängig lassen sich die Angaben nicht überprüfen.

Drohnenangriffen gab es auch auf die südrussische Hafenstadt Noworossijsk. Dort wurden zwei Tanker der russischen Schattenflotte getroffen. Selenskij bestätigte den Angriff in sozialen Netzwerken. Die Tanker seien aktiv für die Verschiffung russischen Öls genutzt worden. „Jetzt werden sie es nicht mehr“, schrieb er zu den Folgen der Attacke.

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