In Kolumbien zeichnet sich ein Sieg des Rechtspopulisten Abelardo de la Espriella bei den Präsidentschaftswahlen ab. Das Wahlergebnis löste Proteste aus.
Quelle: DIE ZEIT, AP, epd, lgi 22. Juni 2026, 18:22 Uhr
Nach der Präsidentschaftswahl in Kolumbien ist es zu Protesten gegen den möglichen rechtspopulistischen Wahlsieger Abelardo de la Espriella gekommen. In der Stadt Cali im Westen des Landes hätten Demonstranten einen Bus, mehrere Überwachungskameras und einen Geldautomaten beschädigt, teilten die örtlichen Behörden mit. Außerdem seien vier Polizeibeamte verletzt und zwei Demonstranten festgenommen worden. Zu den Auseinandersetzungen kam es, nachdem US-Fahnen in Brand gesteckt worden waren.
Der Unternehmer und Anwalt de la Espriella, der nie zuvor für ein politisches Amt kandidiert hatte, steuerte vorläufigen Ergebnissen zufolge auf einen Sieg bei der Stichwahl zu. Er kam nach Angaben der Wahlbehörde bei einem Auszählungsgrad von 99,9 Prozent der Stimmen auf 49,7 Prozent, der linke Kandidat Iván Cepeda auf 48,7 Prozent.
Einen offiziellen Sieger gab die Wahlbehörde noch nicht bekannt. De la Espriella erhielt aber schon Glückwünsche – unter anderem von US-Präsident Donald Trump, der seine Kandidatur unterstützt hatte.
Ein Sieg des politischen Neulings würde einen deutlichen Kurswechsel gegenüber der Politik des scheidenden linken Präsidenten Gustavo Petro bedeuten.
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