Nach ersten Prognosen zeichnet sich bei der Wahl in Portugal eine Stichwahl ab. Demnach führt der Sozialist António José Seguro, gefolgt vom rechtsextremen André Ventura.
18. Januar 2026, 22:22 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, AP, maw
Bei der Präsidentenwahl in Portugal liegt der Sozialist António José Seguro ersten Prognosen zufolge vorne. In der ersten Wahlrunde habe er die meisten Stimmen erhalten und stehe damit vor dem Einzug in die Stichwahl, berichteten portugiesische Fernsehsender unter Berufung auf Nachwahlbefragungen.
Auf dem zweiten Platz folgt demnach der Chef der rechtsextremen Chega-Partei, André Ventura, der als Favorit galt. Zwei Hochrechnungen zufolge erreichte Seguro zwischen 30 und 35 Prozent der Stimmen. Ventura lag demnach zwischen knapp 20 und etwa 24 Prozent. In Umfragen vor der Wahl hatte Ventura knapp vor Seguro gelegen. Auf dem dritten Platz folgte Joao Cotrim de Fegueiredo von der rechtsgerichteten, wirtschaftsfreundlichen Partei Liberale Initiative. Diese erreichte den Hochrechnungen zufolge 16 bis 21 Prozent der Stimmen.
Vorläufiger Stichwahltermin am 8. Februar angesetzt
Damit zeichnet sich in Portugal eine Stichwahl zwischen Seguro und Venturo ab, da keiner von beiden in der ersten Runde 50 Prozent der Stimmen oder mehr erreichte. Es wäre die erste Stichwahl bei der Wahl des Staatsoberhauptes in Portugal seit 1986. Vorläufig ist sie für den 8. Februar angesetzt. Die Chancen für Ventura stehen dabei laut Umfragen schlechter: Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben demnach an, in einer Stichwahl auf keinen Fall für den Rechtspopulisten stimmen zu wollen.
Wahlberechtigte in Portugal waren am heutigen Sonntag dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen - als Nachfolger für den konservativen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa. Dieser durfte nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht mehr kandidieren. Insgesamt standen elf Kandidaten zur Wahl. Mit aussagekräftigen, offiziellen Ergebnissen wird in der Nacht zum Montag gerechnet.

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