Play-Dienste-Update: Google verteilt Tap to Share und mehr für Android-Geräte

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Google liefert mit seinen Play-Systemupdates regelmäßig – oft auch mehrmals im Monat – neue Funktionen für sämtliche Android-Geräte, unabhängig vom Hersteller, mit Google-Diensten aus. Mit dem Play-Service-Update vom 17. August erhalten Smartphones unter anderem die im Mai 2026 angekündigte Quick-Share-Funktion Tap to Share („Zum Teilen antippen“) und liefert Funktionen zur Einrichtung mehrerer Geräte im Zusammenhang mit Googlebooks.

Version 26.32 der Google Play Dienste vom 17. August enthält Googles Tap-to-Share-Funktion, die der Hersteller auf Deutsch „Zum Teilen antippen“ getauft hat. Das Feature soll für sämtliche Smartphones ab dem Pixel 6 und neuer verfügbar sein, auf denen Android 17 installiert ist. „In Kürze“ soll die Funktion auch für das Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra, Fold 8 und Flip 8 bereitstehen. Außerdem plant das Unternehmen, Tap to Share „bis Ende des Jahres“ auf weitere Android-Geräte zu verteilen.

So soll der Kontaktaustausch per Tap to Share ablaufen.

(Bild: Google)

Mit der Funktion lassen sich durch das Aneinanderhalten zweier unterstützter Android-Smartphones neben Kontaktdaten und Bildern sowie Videos auch der Standort, Weblinks und Dokumente teilen. Wichtig ist, dass die NFC-Spulen der Geräte sich berühren. Im ersten Testlauf funktionierte es mit zwei Redaktionsgeräten, auf denen die aktuellen Play-Dienste installiert sind. Die Animation beim Teilen erinnert ein wenig an Siri auf dem iPhone.

In den Release-Notes erwähnt Google erstmals die im Herbst erwarteten Googlebooks, die als neue Laptop-Kategorie neben Chromebooks positioniert sind und auf Android basieren. So schreibt der Hersteller, dass Nutzerinnen und Nutzer sich im Einrichtungsassistenten für Googlebooks „über die Funktionen für mehrere Geräte informieren und Funktionen entdecken“, die sie mit ihrem Smartphone nutzen können. Dass Google bei seinen Googlebooks auf eine engere Verzahnung zwischen den Notebooks und Android-Smartphones setzt, hat das Unternehmen schon im Zuge der Ankündigung im Mai dieses Jahres verraten.

Als Beispiele nannte Google damals etwa, dass man auf Googlebooks Apps entweder eigenständig ausführen oder eine auf dem Smartphone installierte App direkt auf dem Notebook nutzen kann. So könne man etwa Essensbestellapps auf dem Notebook verwenden, ohne das Smartphone in die Hand zu nehmen. Über den Dateibrowser des Googlebooks könne man überdies auf Dateien zugreifen, die auf dem Smartphone gespeichert sind. Mit der Funktion „Schnellzugriff“ können Nutzer zudem Dateien des Smartphones auf dem Notebook anzeigen, durchsuchen oder einfügen.

Eine weitere neue Funktion für PCs (vermutlich für ChromeOS und Googlebooks) ist die Möglichkeit, ein neues Gerät mit einem bestehenden Android-Gerät aufzusetzen. Weiter schreibt Google, dass sich mit der neuen Play-Services-Version Beta-Funktionen über die Einstellungen für „Cross Devices Services“ aktivieren lassen. Welche es konkret sind, erwähnt Google nicht.

Google führt ein Update für „Find Hub“ (Mein Gerät finden) auf Wear OS ein, durch das eine App namens „Find people“ auf der Uhr hinzugefügt wird. Laut Googles Supportdokument scheint es damit möglich zu sein, die eigene Position mit Kontakten in Echtzeit zu teilen. 9to5 Google hat die Funktion zuerst entdeckt. Sie erfordert offenbar ein Update der Mein-Gerät-finden-App auf Wear OS, das bereits verteilt wird. Überdies sollen sich damit unterstützte Google-Apps so konfigurieren lassen, dass sich Einstellungen auf einer zentralen Seite verwalten lassen.

Überdies zählt Google ein Update der Google Wallet für den digitalen Altersnachweis auf. Dieser dürfte hierzulande aber noch nicht verfügbar sein. Weiter erhält der Play Store mit Version 52.8 eine neue Navigationsleiste auf den Startseiten, die den direkten Zugriff auf Themenkategorien und Interessen erleichtern soll. Android WebView v152 enthält darüber hinaus wichtige Sicherheits- und Datenschutzpatches sowie neue Entwicklertools für im Web gerenderte Inhalte in Apps.

Google verteilt diese Updates in der Regel serverseitig automatisch. Ungeduldige mit ein wenig Erfahrung können die Updates in den Systemeinstellungen selbst einspielen.

(afl)

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