Ministerpräsidentin Frederiksen hat wegen der Lage um Grönland frühe Wahlen angekündigt. Ihren Sozialdemokraten dürften aber auch die Umfragewerte entgegenkommen.
24. März 2026, 9:00 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, edd
In Dänemark hat die vorgezogene Parlamentswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten bereits um 8.00 Uhr, erste Hochrechnungen werden nach Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr erwartet.
Die Sozialdemokraten der seit 2019 regierenden Ministerpräsidentin Mette Frederiksen liegen in aktuellen Umfragen mit etwa 20 Prozent vorne. Dennoch dürften sie im Vergleich zur Wahl 2022 Stimmen verloren haben. 4,3 der insgesamt sechs Millionen Däninnen und Dänen sind zur Wahl in dem EU- und Nato-Land aufgerufen.
Frederiksen hatte vor wenigen Wochen eine frühe Wahl angekündigt und dies mit dem geopolitischen Streit um Grönland begründet. Beobachterinnen und Beobachter gehen jedoch davon aus, dass auch die wieder besseren Umfragewerte für die Sozialdemokraten eine Rolle in dieser Entscheidung gespielt haben dürften. Grundsätzlich muss in Dänemark spätestens alle vier Jahre gewählt werden. Der Ministerpräsident oder die Ministerpräsidentin dürfen individuell den Zeitpunkt festlegen. Nach der Wahl im November 2022 hätte in Dänemark also spätestens Ende des Jahres gewählt werden müssen.
Zwölf Parteien stehen in Dänemark zur Auswahl, wer mehr als zwei Prozent der Stimmen bekommt, darf in den sogenannten Folketing einziehen. Auch in Grönland und auf den Färöer wählen die Menschen heute. Insgesamt vier Sitze im Parlament sind für Abgeordnete aus den halbautonomen Territorien des Königreiches Dänemark vorgesehen. Sowohl Grönland als auch die Färöer Inseln haben jedoch auch eigene Parlamente und Regierungen, die unabhängig vom dänischen Folketing gewählt werden.
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