Die Partei von Oppositionskandidat Péter Magyar liegt laut Teilergebnissen in Ungarn klar vorn. Regierungschef Viktor Orbán spricht von einer "schmerzvollen" Niederlage.
12. April 2026, 22:16 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, vha
Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán hat seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingeräumt. "Was auch immer kommt, wir werden auch in der Opposition der Heimat dienen", sagte er vor Anhängern in Budapest.
Nach Auszählung von rund 67 Prozent der Stimmen kam seine rechtspopulistische Fidesz-Partei auf 38,08 Prozent der Stimmen. Die Tisza-Partei des Oppositionspolitikers Péter Magyar erreichte 53,27 Prozent und liegt damit deutlich vorn. Wahlforscher gehen davon aus, dass Tisza eine komfortable Mehrheit im Parlament erreichen kann. Magyar erklärte, Orbán habe ihm telefonisch zum Wahlsieg gratuliert.
Die viel beachtete Abstimmung gilt als Richtungswahl für das Land. Der rechtsnationalistische Orbán ist seit 16 Jahren im Amt. Seit Jahren befindet er sich auf Konfrontationskurs zur EU und unterhält trotz des Ukrainekriegs gute Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Magyar dagegen hatte im Wahlkampf einen prowestlichen Kurs angekündigt und eine stärkere Annäherung an EU und Nato in Aussicht gestellt.
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