Parlamentswahl in Dänemark: Sozialdemokraten bei Parlamentswahl in Dänemark trotz Verlusten vorn

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Die bisherige Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wird mit ihrem Linksbündnis bei der Parlamentswahl in Dänemark stärkste Kraft. Das sagen die bisherigen Prognosen.

Aktualisiert am 24. März 2026, 20:41 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, AFP

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 Mette Frederiksen liegt bei der Parlamentswahl vorne, die Regierungsbildung wird aber voraussichtlich schwierig.
Mette Frederiksen liegt bei der Parlamentswahl vorne, die Regierungsbildung wird aber voraussichtlich schwierig. © Henning Bagger/​Ritzau Scanpix/​AFP/​Getty Images

Die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen gehen aus der Parlamentswahl in Dänemark ersten Prognosen zufolge erneut als stärkste Kraft hervor, könnten aber ein historisch schlechtes Ergebnis einholen. Das linksgerichtete Bündnis von Frederiksen führt zwei Nachwahlbefragungen zufolge vor ​dem rechten Lager. Keines der beiden Lager dürfte es jedoch zu einer ⁠absoluten Mehrheit schaffen. Endergebnisse liegen noch nicht vor.

Der Prognose des Senders DR und Epinion ​zufolge kommt der linke Block um die Sozialdemokraten auf 83 der 179 Sitze im Parlament, die Rechten auf 79. Eine Prognose von ⁠TV2 und ​Megafon sieht das linke Bündnis ‌bei 86 und das rechte bei 75 Sitzen. Wie und ob Frederiksen das Land eine dritte Amtszeit lang regieren kann, ist deshalb noch nicht sicher.

Die drei bisherigen Regierungsparteien – Sozialdemokraten, rechtsliberale Venstre und die Partei Moderaterne von Außenminister Lars Løkke Rasmussen – sind demnach deutlich von einer Mehrheit entfernt. Aber auch ein klassisches links-grünes Bündnis wäre nach den Prognosen auf die Unterstützung einer weiteren Partei angewiesen. Die Zentrumspartei dürfte damit entscheidend bei der Regierungsbildung werden. Alternativ könnten auch die ‌vier Abgeordneten aus Grönland und ​den Färöer-Inseln die Mehrheit mitbestimmen.

Frederiksen bleibt zunächst als Regierungschefin im Amt, bis sie abgewählt wird. Nachdem die Endergebnisse bekannt sind, beginnen Koalitionsverhandlungen. Sie ist seit 2019 Regierungschefin. 

Die Wahl fand auch unter dem Eindruck der Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen das dänische Autonomiegebiet Grönland statt. Bis zur vergangenen Legislatur wurden zumeist Minderheitsregierungen innerhalb der Blöcke gebildet, mit der Zentrumspartei reichte es zuletzt aber für eine Mehrheitsregierung. Diese dürfte Frederiksen auch diesmal anstreben.

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