Paramount legt Übernahme von Warner Bros. vorübergehend auf Eis

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Im Rechtsstreit um die Übernahme des Hollywoodstudios Warner Brothers hat der Konkurrent Paramount einer vorübergehenden Pause zugestimmt. Zwölf US-Bundesstaaten hatten eine Wettbewerbsklage erhoben .

Die Übernahme solle erst nach einer Entscheidung zu der Klage oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden, wie aus am Freitag vorliegenden Gerichtsunterlagen hervorgeht. Die nachbörslichen Reaktionen der beteiligten Unternehmen fielen bescheiden aus.

Zuvor hatte eine Richterin das Geschäft zunächst bis Mitte August ausgesetzt, um über die Forderung der Bundesstaaten nach einer einstweiligen Verfügung gegen den Vollzug der Übernahme zu entscheiden. Dabei signalisierte sie, dass sie die Wettbewerbs-Bedenken der Bundesstaaten, darunter Kalifornien, ernst nimmt.

Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten – was zunächst eine mehrwöchige Aussetzung der Fusion rechtfertige.

Paramount drohen Gebühren an Anteilseigner

Die Verzögerung könnte für Paramount allerdings teuer werden. Der Konzern könnte Anteilseignern von Warner Brothers bis zu 1,7 Milliarden Dollar (mehr als sechs Milliarden Euro) an Gebühren schulden, sollte der Deal erst im Juni kommenden Jahres geschlossen werden. Sollte die Fusion nicht bis zum 30. September vollendet sein, muss Paramount 7 Millionen Dollar Gebühren pro Tag zahlen. Ein Sprecher von Paramount sagte, man freue sich darauf, sich vor Gericht zu beweisen.

Die US-Regierung hatte das Milliardengeschäft ohne Auflagen genehmigt.  Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaminggeschäft als auch in der Filmproduktion. Die EU-Kommission billigte die Übernahme mit Auflagen.

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Hinter Paramount steht die Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengröße verständigt.

Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Das Geschäft ist nun rund 111 Milliarden Dollar schwer.

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