»Es ist eine Tragödie, dass unsere Athletinnen und Athleten das Jahr ohne großen Höhepunkt gestalten müssen«, sagte Lukas Niedenzu, stellvertretender Sportdirektor im Deutschen Behindertensportverband (DBS): »Es fehlt der internationale Leistungsvergleich mit den besten Athleten Europas. Die gesamte Jahresplanung ist damit hinfällig und muss neu ausgerichtet werden.«
Mit Blick auf die Sommerspiele in zwei Jahren in Los Angeles bedeute dies für die Sportlerinnen und Sportler, »weiter intensiv und konzentriert zu trainieren, ohne in dieser Saison ein Ziel vor Augen zu haben. Das ist für die Motivation eine Herausforderung, die wir nun annehmen werden«, sagte Niedenzu.
Kritik gab es auch aus Reihen der Athleten: »Ich bin frustriert, verärgert und vor allem sehr enttäuscht von unserem internationalen Verband«, sagte der Paralympics-Sieger und dreimalige Weltmeister Niko Kappel: »Allein der Fakt, dass keine offene Kommunikation stattfindet, schockiert mich zutiefst.« Er monierte eine mangelnde Begründung sowie eine fehlende Entschuldigung.
Bundestrainerin Marion Peters klagte neben der wegfallenden Standortbestimmung auch über die fehlende Sichtbarkeit. »Dass es in diesem Jahr keine EM geben wird, schadet uns massiv, denn wir finden dadurch kaum statt«, sagte Peters: »Die Athletinnen und Athleten haben keine sportliche Bewährungsmöglichkeit, insbesondere den talentierten Nachwuchs wollten wir eigentlich bei der EM auf der großen Bühne heranführen und ihnen auf dem Weg zu den Paralympics den nächsten Schritt ermöglichen.«

vor 2 Stunden
3











English (US) ·