ORF-Skandal um Roland Weißmann: Er schickte seiner Mitarbeiterin Penisbilder

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Der Sturz des wohl mächtigsten Medienmanagers Österreichs beginnt am Abend des 4. März. Eine sechsköpfige Runde versammelt sich diskret um 18 Uhr in einem Wiener Innenstadtbüro. Ein Anwalt hat im Namen seiner Mandantin die Spitze des ORF-Stiftungsrats eingeladen, das Aufsichtsgremium des öffentlich-rechtlichen Senders. Eine Tagesordnung gibt es nicht, nur ein vages Thema: Es betreffe »die Generaldirektion«.

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Der Stiftungsratsvorsitzende Heinz Lederer, sein Stellvertreter und ein weiteres Mitglied des Gremiums werden in einen quadratischen Besprechungsraum geführt, alle nehmen an einem Holztisch Platz. An der Wand prangt ein breiter Bildschirm.

Darauf erscheinen Chat-Screenshots und Fotos, Audiomitschnitte sind zu hören. Es soll sich um Kommunikation der ORF-Spitzenkraft Roland Weißmann mit einer Untergebenen handeln, die hier Kerstin K. heißen soll. Der heute 58-jährige Medienmanager macht der deutlich jüngeren Angestellten sexuelle Avancen. Und was für welche. Einmal schlägt er vor, seine neue Matratze gemeinsam einzuweihen. Nacktbilder verlangt er von ihr, unaufgefordert schickt er ihr mehrmals Fotos von seinem Penis.

K. lehnt ab, sie beschwichtigt, verweist darauf, verheiratet zu sein. Laufrunden ja, Freundschaft ja, aber ohne Benefits. Er beklagt die Zurückweisungen, klingt mal weinerlich, mal rüde. Sie könne »scheißen gehen«, schleudert er ihr hin. Manchmal bedauert er seine Zudringlichkeit, versucht es dann wieder.

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