Novo Nordisk – Wegovy: Abnehmpille kommt bald nach Deutschland

vor 17 Stunden 1

Die Abnehmtablette ist bereits in den USA, Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten erhältlich. Allein in Großbritannien hätten ​schätzungsweise 300.000 Patienten mit der Einnahme begonnen. Laut Finanzvorstand Carsten Munk Knudsen tragen die Patienten die Kosten für das Medikament ⁠überwiegend selbst. ⁠Etwa 90 Prozent der Verschreibungen entfielen auf Selbstzahler. Die Preise könnten sich durch die Marktdynamik künftig ändern, derzeit sehe Novo sich aber gut positioniert. Das Medikament war im Frühsommer für Europa zugelassen worden .

Zwar hob Novo Nordisk am späten ‌Dienstagabend seine Gewinn- und Umsatzprognose für das Gesamtjahr an, enttäuschte aber die Anleger. Grund dafür waren leicht verfehlte Erwartungen an den Umsatz mit der neuen Wegovy-Pille sowie ein Rückschlag bei einer klinischen Studie für CagriSema, das Adipositasmedikament der nächsten Generation.

An der ‌Börse sorgten die Nachrichten für Ernüchterung. Nachdem die Novo-Nordisk-Papiere in den USA ​bereits am Dienstag um ‌6 Prozent nachgegeben hatten, fielen sie am Mittwoch im frühen Handel in Kopenhagen um 3,7 Prozent. Das Papier hat sich zwar von seinem Tief im März um rund 30 Prozent erholt, liegt aber noch weit unter dem Höchststand von 2024, als Novo durch den Boom ‌bei seiner Abnehmspritze Wegovy das wertvollste börsennotierte Unternehmen Europas war.

Sorge um Wachstum des Unternehmens

Investoren sorgen sich zunehmend um die langfristigen Wachstumsaussichten von Novo Nordisk, wenn der Patentschutz für Semaglutid – den Wirkstoff von Wegovy und ‌dem Diabetesmittel Ozempic – ausläuft. Neben CagriSema hatte ​Novo Nordisk zuletzt einen Rückschlag beim Herz-Kreislauf-Medikament Ziltivekimab gemeldet. ‌Vorstandschef Doustdar betonte, die Strategie bleibe unverändert. Novo Nordisk müsse aber in ‌der Forschung schneller werden. ​Um die eigene Entwicklung zu ergänzen, setze der Konzern stark auf kleinere Zukäufe und prüfe mehrere Übernahmekandidaten.

Nach dem Abbau von rund 9000 Arbeitsplätzen im ⁠Zuge der Umstrukturierung im vergangenen Jahr liege ​die ​Priorität nun auf dem Ausbau der Medikamentenpipeline bei anhaltend hoher Produktivität, sagte Finanzchef Knudsen. Weitere große Sparprogramme seien nicht ​geplant.

Gesamten Artikel lesen