Das sind die Kandidaten für den Deutschen Sachbuchpreis 2026
21.04.2026, 10:17Lesezeit: 2 Min.

Die Jury des Deutschen Sachbuchpreises hat acht Monographien als Kandidaten benannt, die „angesichts drängender ethischer Fragen“ und allgegenwärtiger Krisen Orientierung bieten würden.
„Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung“ sollen die Sachbücher setzen, die als Kandidaten für den Deutschen Sachbuchpreis auserkoren werden. Am Dienstagmorgen hat die siebenköpfige Jury nun die Liste der Nominierten verkündet. Acht Titel wurden insgesamt benannt. Sie behandeln Themen von Künstlicher Intelligenz bis zu außenpolitischen Fragen. Insgesamt gab es 239 Einreichungen.
Die nominierten Titel in alphabetischer Reihenfolge:
- Heike Behrend: Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee (Matthes & Seitz), August 2025. (Zur Rezension)
- Florence Gaub: Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel (dtv), November 2025. (Zur Rezension)
- Tilmann Lahme: Thomas Mann. Ein Leben (dtv), Mai 2025. (Zur Rezension)
- Konstantin Richter: Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG (Suhrkamp), Oktober 2025.
- Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen (Droemer) November 2025. (Zur Rezension)
- Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik (Wallstein), Oktober 2025.
- Roberto Simanowski: Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz (C.H.Beck), Oktober 2025. (Zur Rezension)
- Ronen Steinke: Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen (Berlin Verlag), Februar 2026. (Zur Rezension)
Der Jurysprecher Pascal Mathéus (Buchhandlung Wassermann in Hamburg-Blankenese) sagte zu der getroffenen Auswahl: „Angesichts drängender ethischer Fragen der Gegenwart ermöglichen die Bücher Orientierung, indem sie vorausblicken und zurückschauen, den Blick in die Weite richten oder ein Problem besonders scharf konturieren.“
Der Sachbuchpreis-Gewinner erhält 25.000 Euro
Jedes Buch könne nur einen Ausschnitt liefern, doch man hoffe, dass dieser möglichst breit und vielfältig ausfalle. Besonders das Kriterium der sprachlichen Gestaltung hätte 2026 im Vordergrund gestanden, denn „in Zeiten explodierender Textfluten aus künstlichen Quellen“ erscheine die sprachliche Durchdringung eines Gegenstandes als Wert an sich.
Bewerben können sich Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit jeweils bis zu zwei deutschsprachigen Sachbüchern aus den aktuellen Programmen. 132 Verlage haben 2026 eigene Titel ins Rennen geschickt. Die Jury besteht aus sieben Juroren aus Wissenschaft, Journalismus und der Buchbranche. Sie kann auch eigenmächtig Titel anfordern, die sie für geeignet hält. Insgesamt standen so in diesem Jahr 239 Titel zur Auswahl.
Der Preis, der seit 2021 vergeben wird, soll Sachbücher als „Grundlage von Wissensvermittlung, fundierter Meinungsbildung sowie als Impulsgeber für den öffentlichen Diskurs fördern“. Bewertet werden die Relevanz des Themas, die erzählerische Kraft des Textes, die Verständlichkeit der Sprache und die Qualität der Recherche. Der Preisträger, der am 8. Juni bei der Verleihungsveranstaltung in der Elbphilharmonie Hamburg bekanntgegeben wird, erhält 25.000 Euro; die sieben weiteren Nominierten je 2.500 Euro.
Verliehen wird die Auszeichnung von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Hauptförderer ist die Deutsche Bank Stiftung. Zudem unterstützen die Stadt Hamburg und die Frankfurter Buchmesse den Preis. Im vergangenen Jahr wurde Ulli Lust mit dem Titel „Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte“ ausgezeichnet.

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