Im Film »Masters of the Universe« gibt Nicholas Galitzine, 31, den Muskelhelden He-Man – und wirkt damit zunächst wie der Inbegriff des Alpha-Manns. Doch sein eigenes Verständnis von Männlichkeit habe sich in eine andere Richtung entwickelt, sagte der britische Schauspieler im Interview mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« .
Für Galitzin gehören zu Männlichkeit traditionelle Attribute ebenso wie weiche, zarte Seiten. »Als Teenager hat mich das noch verunsichert, weil ich merkte, dass das eigentlich als Widerspruch wahrgenommen wird«, sagte er.
Zwar sei er auch passionierter Rugby-Spieler gewesen, mit dominantem Gehabe, bei dem es nur um Stärke, Mut und Zielstrebigkeit gehe, habe er sich aber nie identifizieren können. »Ich war eher geprägt von den vielen weiblichen Vorbildern im Alltag.«
Prägend sei etwa gewesen, während der Schulzeit zeitweise als einziger Junge in einer Klasse mit Mädchen gewesen zu sein. Dort habe er sich »pudelwohl« gefühlt. »Solche Erfahrungen haben mich einfühlsamer und klüger werden lassen«, sagte Galitzine. Heute habe sich der Blick auf Männlichkeit aus seiner Sicht verändert: Sie nicht bloß einseitig und herkömmlich zu verstehen, sondern umfassender, habe Kraft und sei bereichernd.
Seit vergangener Woche ist Galitzine als muskulöser Held He-Man im Kino zu sehen. Auch He-Man, wie er im Film dargestellt werde, sei kein eindimensionaler Actionheld und Muskelprotz, sondern »ein nachvollziehbares, glaubwürdiges menschliches Wesen – mit Schwächen und Fehlern«, so Galitzine.
Dies war auch das Ziel von Regisseur Travis Knight, der in Interviews betonte, er wolle moderne Rollenbilder vermitteln und sich von toxischer Männlichkeit abgrenzen – als wäre sein Film eine Fortsetzung von »Barbie«.

vor 1 Stunde
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