News: Gespräch mit Gisèle Pelicot, Preisanstieg bei Rüstungsgütern, Hacker gegen russische Propaganda

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Hoffnung nach dem Horror

Wie kann das Leben weitergehen, wenn von einem Tag, auf den anderen alles verloren scheint: die Zukunft, das Obdach, die Familie, der geliebte Ehemann. Gisèle Pelicot musste 2020 erfahren, dass ihr Mann sie über Jahre betäubt, vergewaltigt und anderen Männern per Annonce zur Vergewaltigung angeboten hat.

 Aufgebrochen in ein gutes, neues Leben

Buchautorin Gisèle Pelicot: Aufgebrochen in ein gutes, neues Leben

Foto: Joel Saget / AFP

Berühmt und zur feministischen Ikone wurde Pelicot, weil sie darauf bestand, dass der Prozess gegen die 51 Täter öffentlich geführt werden soll. Fast alle wurden zu Haftstrafen verurteilt (mehr dazu hier).

Seither ist ein Jahr vergangen, ein Interview hat Pelicot bisher nie gegeben. Nun, zur Veröffentlichung ihres Buches »Eine Hymne an das Leben«, spricht sie erstmals darüber, wie es ihr ging, nachdem sie von dem fortgesetzten Missbrauch erfahren hatte. Und darüber, wie es ihr heute geht.

Meine Kollegin Britta Sandberg traf Pelicot in Paris zu einem Gespräch, das von großer Kraft und Hoffnung zeugt. Pelicot hat nach dem Horror in ein gutes neues Leben gefunden: »Ich erlaube mir jetzt, wieder glücklich zu sein.«

Geld spielt keine Rolle

Heute treffen sich in Brüssel die Verteidigungsminister der Nato-Staaten, sie wollen unter anderem über den geplanten Ausbau der Abschreckung gegen Russland und die Entwicklung der Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten beraten.

 Faktisch unbegrenztes Verteidigungsbudet

Waffenpräsentation beim Rüstungskonzern Diehl Defence, 23. Januar 2026: Faktisch unbegrenztes Verteidigungsbudet

Foto: BeckerBredel / IMAGO

Mit der Entwicklung der deutschen Verteidigungsausgaben haben sich meine Kollegen Matthias Gebauer und Martin Hesse beschäftigt. Seit der Bundestag im vergangenen März die Schuldengrenze für Militärausgaben faktisch aufgehoben hat, kann das Verteidigungsministerium in theoretisch unbegrenzter Höhe investieren (mehr hier ).

»Doch es ist wie auf dem Flohmarkt, wenn ein Kunde mit dickem Portemonnaie und wenig Zeit unbedingt etwas kaufen will: Er zahlt im Zweifel zu viel«, analysieren Matthias und Martin. »Die Deutschen gelten beim Geldanlegen als dumm. Möglicherweise sind sie es auch bei ihren Rüstungsausgaben.« Denn nicht nur das Budget ist kräftig gestiegen – auch die Preise für die begehrten Rüstungsgüter haben zugelegt.

Selbst ist der Hacker

Wie dreist Russland seine Propaganda streut (mehr hier) und sich davon auch nicht von geheimdienstlicher Enttarnung abhalten lässt, belegt eine Recherche meiner Kollegen Christo Buschek, Marcel Rosenbach und Hakan Tanriverdi. Sie berichten über einen Hacker mit dem Decknamen Hugo, der ins Innere der russischen »Doppelgänger«-Kampagne eingedrungen ist, mit der systematisch seriöse Nachrichtenseiten gefälscht und vermeintlich unabhängige Blogs mit Kreml-Desinformation und Jubelarien auf die AfD befüllt werden.

 Irgendwie muss man das Thema »Hacker« bebildern.

Zufällige Zeichen auf einem Bildschirm: Irgendwie muss man das Thema »Hacker« bebildern.

Foto: Westlight / IMAGO

Und obwohl Hugo den westlichen Behörden vorwirft, zu wenig gegen die russischen Infoangriffe zu unternehmen, ist seine Geschichte dennoch eine des erfolgreichen Widerstands: Der Hacktivist schlägt dann eben in Eigenregie zurück – und kapert seinerseits russische Propagandaseiten.

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Gewinner des Tages…

…sind alle, die sich an Freiluftalkoholkonsum in Verkleidung erfreuen können, denn heute ist Weiberfastnacht. Um 11.11 Uhr beginnt im Rheinland der diesjährige Straßenkarneval und damit ein allgemeines Verhalten, das gerne als »närrisches Treiben« beschrieben wird. Wer mit dieser Form der Volksbelustigung nichts anfangen kann, muss sich nur ein paar Tage gedulden: Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

 Die sog. »tollen Tage« beginnen

Bundeskanzler Friedrich Merz mit Karnevalisten im Kanzleramt: Die sog. »tollen Tage« beginnen

Foto: Axel Schmidt / REUTERS

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Anna Malkova / Stocksy

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