News: Donald Trump zieht US-Truppen ab, Amokfahrt in Leipzig, Reiner Haseloff und Bodo Ramelow im Gespräch

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Die Lage am Morgen Wie sehr verunsichert uns Trumps Truppenabzug?

Was der angekündigte Abzug von US-Soldaten für Deutschland bedeutet – und für die USA. Was bisher über den Amokfahrer von Leipzig bekannt ist. Und wie die ehemaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff und Bodo Ramelow auf ihre Regierungszeit blicken.

05.05.2026, 05.36 Uhr

Sag zum Abschied leise MAGA

Das Bedauern hält sich in Grenzen, er wollte den Job ja unbedingt, und jetzt hat er ihn eben. Aber das muss man schon sagen: Friedrich Merz ist nicht zu beneiden. Wie er es auch macht, ist es falsch: Ist der Bundeskanzler recht freundlich zu Donald Trump, dann heißt es allenthalben, er solle dem US-Präsidenten doch bitte mal die Meinung sagen. Und kritisiert er ihn endlich deutlich, dann ist Trump schwer beleidigt. Und in den Kommentaren heißt es, Merz habe sich furchtbar undiplomatisch verhalten.

Friedrich Merz zu Gast bei Donald Trump im Weißen Haus (am 3. März)

Friedrich Merz zu Gast bei Donald Trump im Weißen Haus (am 3. März)

Foto: Samuel Corum / EPA

Dabei ist es doch wahrscheinlich so: Ein gutes Verhältnis zu Donald Trump kann dauerhaft nur haben, wer stets eilfertig und beflissen genau das tut, was Donald Trump gerade will. Mit Vernunft oder gar Kritik ist bei diesem Mann nichts zu gewinnen, Absprachen mit ihm haben keinen Wert.

Womöglich hat Merz mit seiner Bemerkung, die iranische Führung habe die US-Amerikaner »gedemütigt«, dem Präsidenten nur einen willkommenen Anlass gegeben, den lieben Verbündeten aus Europa und vor allem den Deutschen zu zeigen, wer das Sagen hat. Nun droht Trump also wieder höhere Zölle an (hier  mehr) und zieht tatsächlich Soldaten ab.

Aber wie wichtig sind diese US-Soldaten tatsächlich für Deutschland, und wie wichtig ist es für die USA, sie hier stationiert zu haben? Meine Kollegen Timo Lehmann und Christoph Schult beantworten alle Fragen, die sich zum geplanten Truppenabzug stellen.

Allein und psychisch auffällig

Zwei Menschen sind gestorben, drei weitere schwer verletzt. Und noch viele mehr sind betroffen, als ebenfalls verletzte oder traumatisierte Zeugen. Auch Menschen fern von Leipzig können den Horror nachvollziehen, der über die Fußgängerzone in der Innenstadt hereinbrach, als ein 33-jähriger Mann sein Auto mit hoher Geschwindigkeit in die Masse der Passanten steuerte: So eine Tat kann überall geschehen, und jeder kann zum Opfer werden.

Polizeieinsatz nach Amokfahrt in Leipzig

Polizeieinsatz nach Amokfahrt in Leipzig

Foto: Filip Singer / EPA

Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei dem Todesfahrer um einen deutschen Staatsbürger, der hierzulande geboren ist und in der Gegend von Leipzig lebte. Den ersten Ermittlungen zufolge agierte der Mann allein. Es heißt, er sei psychisch auffällig. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht von einer Amokfahrt aus. So bleibt den Opfern und ihren Familien, den Leipzigern und allen anderen Mitfühlenden nur das Entsetzen über eine Tat, für die es wohl keine andere Erklärung gibt als die Krankheit des Täters.

Mit Abstand und Gelassenheit

An diese beiden Herren wird man sich womöglich in einigen Jahren wehmütig erinnern: Als Reiner Haseloff (CDU) in Sachsen-Anhalt regierte und Bodo Ramelow (Linke) in Thüringen, da hatten wir es noch mit stabilen Demokraten an den Spitzen dieser Länder zu tun. Das Gespräch, das meine Kollegen Felix Bohr und Steffen Winter mit den beiden ehemaligen Ministerpräsidenten geführt haben, ist allerdings keineswegs von Nostalgie und Zukunftsängsten geprägt. Viel mehr berichten hier zwei erfahrene Profis mit Abstand und Gelassenheit von den großen Herausforderungen ihrer Regierungszeit.

Bodo Ramelow und Reiner Haseloff (Ende 2021 in Berlin)

Bodo Ramelow und Reiner Haseloff (Ende 2021 in Berlin)

Foto:

Political-Moments / IMAGO

Bemerkenswert ist das gute Verhältnis der beiden und der Respekt, mit dem sie sich begegnen: Haseloff und Ramelow verbindet mehr, als sie trennt. Beide sind gläubige Christen, beiden waren die gemeinsamen Interessen der ostdeutschen Länder wichtiger als Parteipolitik. Und beide vermochten es, mit bodenständiger Sprache das Vertrauen ihrer Wählerschaft zu gewinnen.

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  • Europas Abschottungspolitik wirkt. Jetzt ist Menschlichkeit gefragt: Die Zahl der Asylanträge ist so niedrig wie schon lange nicht mehr. Zeit für die Bundesregierung, legale Wege für besonders Schutzbedürftige zu schaffen: vor allem für Frauen und Kinder. 

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Irgendein Wal im Meer bei Skagen (am 2. Mai)

Irgendein Wal im Meer bei Skagen (am 2. Mai)

Foto:

Sebastian Peters / NEWS5 / dpa

…ist jener Buckelwal, dessen wiederholte Strandung und Verbringung in die Nordsee viele Menschen in diesem Land in Atem gehalten hat. Der angeblich an ihm angebrachte Peilsender liefere zwar Vitaldaten (was nach Ansicht von Experten gar nicht geht), aber keine Position – so erfährt man von der privaten Initiative zu seiner, nun ja, Rettung. Damit ist dieser Wal jedenfalls endlich in einem natürlichen Zustand angekommen, nämlich fern unserer Augen und Ohren, wie es sich für ein wildes Großtier gehört. So oder so: Timmy ist jetzt an einem besseren Ort.

Die jüngsten Meldungen aus der Nacht

  • Schüsse in der US-Hauptstadt – Weißes Haus kurzfristig abgeriegelt: Unter der Kleidung des Manns zeichnete sich eine Waffe ab: Der Secret Service hat in Washington, D.C. einen Verdächtigen niedergeschossen. Im Weißen Haus herrschte kurzzeitig Alarmstimmung.

  • EU testet eigene Beistandsklausel für Fall eines Angriffs: Wird ein EU-Staat attackiert, müssen ihm die anderen Mitgliedsländer helfen. Dieser Artikel aus dem gemeinsamen Vertrag gewinnt mit Blick auf Donald Trump und die Nato an Bedeutung. Nun wurde er auf die Probe gestellt.

  • Willkommen in der Familie: Beyoncé und Nicole Kidman brachten ihren Nachwuchs mit. Katy Perry und Heidi Klum waren kaum zu erkennen. Und: Auch Männer zeigten Haut. Die besten Fotos der Met Gala.

Heute bei SPIEGEL Extra: Sie sind chronisch müde, oft verletzt und haben keine Lust auf Sex? Diagnose RED-S

Foto:

Cavan Images / DEEPOL / plainpicture

Wenn dem Körper die Energie ausgeht – eine unterschätzte Gefahr im Profi- wie im Freizeitsport. So vermeiden Sie gravierende Folgen für die Gesundheit. Und schützen sich auch vor Essstörungen .

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihr Stefan Kuzmany, Autor der Chefredaktion

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